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Idee entstammt einer Wette Schützen in Hankenberge-Wellendorf feiern Jubiläum

Von Claudia Sarrazin | 18.05.2016, 15:37 Uhr

Zwar wurde der erste Schützenverein der beiden kleinen Landgemeinden Wellendorf und Hankenberge bereits 1908 gegründet. Dessen Ende kam 1939. Erst 1991 wurde der Verein neu gegründet. Daher feierte der Schützen- und Heimatverein Hankenberge-Wellendorf nun sein 25-jähriges Bestehen nach der Neugründung.

Zur Feier waren viele Schützen der befreundeten Vereine aus unter anderem aus Hilter, Borgloh, Natrup-Hagen und Clarholz gekommen. Und der Präsident des Vereins, Ulrich Borkowski, bat Friedhelm Kramp, den Ehrenvorsitzenden, ersten Präsidenten des Vereins und Mitbegründer, um einen Rückblick.

Vereinsgründung basiert auf einer Wette

Nachdem Krampe kurz auf die Geschichte des 1908 gegründeten Vereins eingegangen war, berichtete er von einer fröhlichen Doppelkopfrunde nach der Jagd Mitte Januar 1991 in Ellerwegs Gastzimmer. Dort habe er um 100 Mark gewettet, er schaffe es bis Mitte April, den Verein zu gründen, so Kramp. Da der Schützenverein Hankenberge Wellendorf am 5. April 1991 in Krampes Jagdkeller offiziell gegründet wurde, gewann er die Wette. Am 30. Mai 1991 trafen sich 84 Vereinsmitglieder zu ihrer ersten Mitgliederversammlung.

Besonderer Schützenfesttermin

Da die Schützen des neuen Vereins unbedingt noch im ersten Jahr ein Schützenfest feiern wollten, die meisten Wochenenden im Sommer jedoch schon von anderen Vereinen belegt waren, entschieden sie sich für das zweite Wochenende im Oktober. „Das sollte eine einmalige Sache sein“, erinnerte Krampe. Doch dann blieb es bei diesem ungewöhnlichen Schützenfest-Termin.

Und nachdem der erste König beim Schießen mit einer geliehenen Armbrust unter freiem Himmel ermittelt worden war, blieb es auch bei dieser Form des Königsschießens. Der Vereinsname änderte sich jedoch noch: „Da die Interessen bis auf den sportlichen Wettkampf die gleichen sind – Geselligkeit und Pflege des Brauchtums – nannten wir uns in Schützen- und Heimatverein Hankenberge-Wellendorf um“, berichtete Krampe.

Vereinheim in Eigenleistung

Als Erfolgskonzept für die Errichtung des Vereinshauses nannte Krampe „geländegängige Rentner und Betteln“. „Außerdem war Willy Feyerabend sehr großzügig, was die Zahlungsmodalitäten anging“, so Krampe. Denn das 1996 gebaute Schützenhaus steht auf Feyerabends ehemaliger Sandgrube, die dieser den Schützen verkaufte. „Heute ist vielen nicht mehr klar, dass unser Schützenhaus komplett in Eigenleistung entstand“, erklärte Krampe, bevor er an Aktivitäten des Vereins wie den Spielmannszug sowie Erfolge in der Kreis- und Bezirksliga erinnerte. „Und mit Jürgen Konerding hat sogar einmal jemand von uns um die deutsche Meisterschaft geschossen“, erzählte Kramp.

140 Ehrennadeln zu verteilen

Krampes Rede wurde zweimal durch Ehrungen unterbrochen. Denn der Verein hatte 140 Mitglieder in seinem Verzeichnis, die in diesem Jahr seit 25 Jahren Mitglied im Schützen- und Heimatverein Hankenberge sind. „Wir werden viele Jüngere aufrufen, da es damals einen Familienbeitrag gab“, erklärte Borkowski, und er fügte hinzu: „Daher hat es schon seine Richtigkeit, wenn ein paar der Geehrten gerade 26 oder 27 Jahre alt sind.“