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Hilter Bienen, Wespen und Hornissen

07.07.2009, 22:00 Uhr

Viel Arbeit wartet in diesen Tagen auf die sogenannten Hautflügelbeauftragten der Ortsfeuerwehr Hilter. Mehrmals in der Woche werden sie von besorgten Bürgern angerufen, die ein Wespennest am Fenster oder an der Kinderschaukel vorfinden. In diesen Fällen rücken Andre Bourret und Jens Kawohl aus, um die Gefährdung zu entschärfen. Mit viel Hintergrundwissen um diese Tiere entscheiden die Spezialisten, ob ein Schutzanzug eingesetzt werden muss oder – wie meistens bei Bienen – keiner erforderlich ist.

Bei der Umsiedlung und Entfernung von Wespennestern kommen ein spezieller Anzug oder die dicke Einsatzjacke der Feuerwehr zum Einsatz, so Andre Bourret. Handschuhe und eine Netzhaube gehören dann ebenfalls zur Schutzausrüstung. Bei großen Nestern wird sogar Tapeband benutzt, um die Übergänge vom Handschuh zum Schutzanzug abzukleben. Denn die aufgescheuchten Wespen krabbeln sonst in jede Öffnung der Kleidung.

Nach der Entfernung eines Nestes werden die Tiere einige Kilometer von der Einsatzstelle wieder in die Freiheit entlassen. Würde man sie nur einige Meter von ihrem ausgesuchten Zuhause wieder frei lassen, kämen sie wieder zurück. Das Bild zeigt Andre Bourret bei der Arbeit. Hier hatten sich die Wespen einen Fenstersturz ausgesucht. Das Öffnen des Fensters war so nicht mehr möglich.

Doch die Hautflügelbeauftragten können viele Anwohner auch beruhigen: Nicht jedes Nest ist gefährlich. Findet es sich in einem Gartenbereich oder an einem Hausteil, der nicht oft gebraucht wird, können die Tiere den Sommer über dort verweilen.