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Ehefrau gab Hinweis Cannabisplantage in Hilter angelegt: Bewährung

Von Danica Pieper, Danica Pieper | 06.02.2017, 17:59 Uhr

Weil er in seiner damaligen Wohnung in Hilter Cannabis anbaute, verurteilte das Amtsgericht Bad Iburg einen Bissendorfer zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten. Die Ehefrau des Angeklagten hatte der Polizei von der Plantage berichtet.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, an seinem damaligen Wohnhort in Hilter eine Cannabisplantage betrieben zu haben. Insgesamt fast 300 Gramm Marihuana stellte die Polizei bei dem Angeklagten sicher. „Das ist richtig“, gab der 48-Jährige an. Er habe damals in einer zerrütteten Ehe gelebt, es jedoch nicht geschafft, sich von seiner Frau zu trennen. Mit dem Konsum von Marihuana habe er sich betäuben wollen: „Ich habe es nicht ausgehalten.“ Fünf Joints habe er in der Regel am Tag geraucht. Nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit seiner Noch-Ehefrau habe diese die Polizei alarmiert und den Beamten auch von der Plantage erzählt. „Ich habe das zum Anlass genommen, mein Leben zu ändern“, so der Bissendorfer. Er habe eine stationäre Therapie absolviert und den Cannabiskonsum, von einem Rückfall abgesehen, eingestellt.

Minderschwerer Fall

„Ich habe keine Zweifel daran, dass es sich hier um einen minderschweren Fall handelt“, erklärte die Staatsanwältin. Der Angeklagte habe zudem nachvollziehbar die Hintergründe der Tat geschildert und sei nicht vorbestraft. Sie plädierte für eine sechsmonatige Bewährungsstrafe sowie eine Geldauflage von 1500 Euro. Der Verteidiger stimmte ihr zu, sprach sich aber dafür aus, mit der Geldauflage etwas herunterzugehen.

Urteil rechtskräftig

Das Schöffengericht folgte den Anträgen und verurteilte den 48-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten, außerdem muss er 1000 Euro an das Osnabrücker Hospiz zahlen. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung erklärten Rechtsmittelverzicht.

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