Alle bei Tuishi pamoja aktiv Musical bringt Schulgemeinschaft in Hilter zusammen

Von Eduard Ebel



ebl Hilter. Die Zweit- bis Viertklässlern der Süderbergschule in Hilter brachten mit dem Musical Tuishi pamoja ein kleines Stück Afrika in den Südkreis.

Es ist eine Herausforderung ein Musical auf die Beine zu stellen: Singende – und tanzende Schauspieler, dumpfe Schläge der Conga-Trommeln und ein Chorleiter, der mit seinen Sängern die passenden Klänge brachte. Wir sprechen hier nicht von professionellen Darstellern – sondern von Zweit- bis Viertklässlern, die allesamt ein kleines Stück Afrika in den Südkreis brachten – wie auch die Schulleiterin feststellte.

„Wir wollen zusammenleben“

„Schon seitdem die Proben begonnen haben, hat sich die Schule in ein kleines Afrika verwandelt: Überall liegen Papierohren von Giraffen herum - und plötzlich saß man mit einem Zebra im Unterricht“, scherzte Elisabeth Wroblowski, die sich sichtlich über die große Teilnahme freute. Alle waren am Nachmittag gekommen: Eltern, Geschwister, auch Oma und Opa. Stolz zückten sie ihr Smartphone heraus und filmten das bunte Treiben auf der Bühne der Ulrich-Rau-Turnhalle. Mit Unterstützung der Theatergruppe „Die Vielfalter“ der heilpädagogischen Hilfe aus Hilter, führten sie das Sommermusical „Tuishi pamoja – eine Freundschaft in der Savanne“ auf. Mehr aus Hilter im Netz lesen Sie unter www.noz.de/hilter

Das Musical handelt von einer Geschichte, die eigentlich in Afrika spielt – aber auch einen Bezug zum hiesigen Schulalltag bietet: Es geht um das Zusammenleben von Andersartigen, die sich aufgrund ihres Aussehens voneinander unterscheiden und nicht miteinander leben wollen. „Zebras haben doofe Streifen“ - „Und Giraffen haben einen viel zu langen Hals“, lauten die anfänglichen Dialoge des Stücks. Doch die Kinder Zea (Greta Vonde) und Raffi (Marlene Stolze) überwinden die Vorurteile ihrer Eltern und zeigen auf eine anschauliche Weise, wie man friedlich zusammenleben kann – auch mit äußerlichen Unterschieden, getreu der Übersetzung: „Wir wollen zusammenleben“.

Die ganze Schule packt an

Unter der Leitung von Monika Leimbrink, Susanne Rose-Haunhorst und Sonja Trojahn, probten die Protagonisten der Theater-AG ein gutes halbes Jahr für ihren großen Auftritt: „Man traf sich einmal wöchentlich – und jetzt freuen wir uns auf das Musical“, sagten die drei engagierten Lehrerinnen. Viele helfende Hände aus dem gesamten Kollegium und der Hauptschule verwandelten die Turnhalle in ein kleines Theater mit Licht – und Soundanlagen. Unterstützt wurden die Schauspieler auf der Bühne vom Chor unter der Leitung von Michael Grünewald sowie von der Conga-AG von Richard Rau.


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