Rückkehr der Schlüsselblumen BUND bewirtschaftet Wiese in Hilter-Eppendorf

Wo früher Schlüsselblumen blühten soll jetzt wieder ein naturnahes Kleinod entstehen. Foto: Bund/BeckwermertWo früher Schlüsselblumen blühten soll jetzt wieder ein naturnahes Kleinod entstehen. Foto: Bund/Beckwermert

Hilter. Die früher gelbblühende Schlüsselblumenwiese in Eppendorf an der Vessendorfer Straße ist mit mit Wiesenschaumkraut, Kröten, Fröschen und Wiesenvögeln schon vor Jahren dem Ackerbau zum Opfer gefallen. Nun will der Bund die Brache reaktivieren.

Irmgard Wehrkamp-Lemke aus Hilter ist sich sicher: Die ehemalige Wiese direkt am Aubach, muss erhalten bleiben– als Wiese für den Naturschutz. Also sprach sie den Bund an und beschrieb ihre Vorstellungen: Die Wiese solle ihren ursprünglichen und naturnahen Charakter zurückerhalten. 20 Jahre kann und soll der BUND nun die Wiese nun bewirtschaften.

BUND-Kreisgruppen-Geschäftsführer Matthias Beckwermert jedenfalls ist begeistert: „Diese Wiese wird wieder aufblühen. Die Kombination mit Bach, Strauchsaum und Feuchtwiesenstruktur ist unbedingt schützenswert.“

Bis vor drei Jahren wurde dort Mais angebaut, danach lag der Bereich brach. Durch den hohen Nähstoffeintrag haben sich Brennnessel und Sauerampfer ausgebreitet. Auch Erlen haben sich angesiedelt, die wieder entstehende Wiese droht schon wieder zu verschwinden.

Durch regelmäßige Mahd soll das Kleinod wieder reaktiviert werden. Im Rahmen des Projekts Bienenbündnis Süd wird der Kreisverband seinen Balkenmäher für diese Wiese einsetzen. So kann schonend der Erhalt der Wiese auch langfristig gesichert werden. Das anfallende Heu geht an Tierhalter in der Region. Anfangs soll die Wiese mehrmals gemäht werden, um die Nähstoffe abzuschröpfen und anderen Arten wieder eine Chance zu geben- später soll es eine einschürige Wiese werden.

Auch die alte, lückenhafte Obstbaumallee soll wieder ergänzt werden. Derzeit bewirtschaftet der BUND in der Region drei Wiesen: neben Eppendorf gibt es Flächen in Dissen und Hilter.


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