„Borgloh braucht Geschäfte“ Feuerwehr zog den Maibaum in Borgloh hoch

Von Silke Bicker

Mit vereinten Kräften zog die Feuerwehr Borgloh den Maibaum auf dem Dorfplatz in Borgloh auf. Auch die Windböen konnten die Freiwilligen nicht daran hindern. Foto: Silke BickerMit vereinten Kräften zog die Feuerwehr Borgloh den Maibaum auf dem Dorfplatz in Borgloh auf. Auch die Windböen konnten die Freiwilligen nicht daran hindern. Foto: Silke Bicker

Hilter. Am Sonntagabend ließ der Heimatverein Borgloh den traditionellen Maibaum von der Feuerwehr Borgloh auf dem Kirchplatz aufstellen.

Um kurz vor fünf Uhr baute die Blaskapelle ihre Instrumente auf und die Landjugend heizte ihren Grill an. Die ersten Feierwilligen schlenderten pünktlich von allen möglichen Seiten auf den Kirchplatz zu und die Feuerwehrmänner besahen sich den noch liegenden Maibaum. Doch zuerst versuchte sich Manfred Hagemann vom Heimatverein Gehör zu verschaffen. Allein der kräftig wehende Wind riss ihm förmlich die Worte von den Lippen.

Bratwürstchenduft

So hatten etliche plaudernde Grüppchen Probleme, seiner Ansprache im Detail zu folgen. Unverdrossen ob der Umstände begrüßte Hagemann das Blasorchester Borgloh, welches im Windschatten der Kirche einige Märsche spielte, die Feuerwehr und die Landjugend Borgloh. Letzere sorgten mit ihrem Stand für appetitanregenden Bratwürstchenduft. Ihre Ware fand reißenden Absatz. Mehr aus Hilter im Netz lesen Sie unter www.noz.de/hilter

„Das Aufstellen des Baumes übernimmt der neue Ortsbrandmeister der Feuerwehr Borgloh, Benno Bextermöller, das haben wir ihm aufs Auge gedrückt“, verkündete Hagemann fröhlich. Und er fügte hinzu, dass sich Hans Meyer-zu-Bergsten vom Heimatverein im Wonnemonat um die Maibaumpflege kümmern würde. Die Feuerwehr präparierte den noch liegenden Maibaum mit Seilen und bockte ihn kurz auf. Danach stellten sich die Männer mit ihren langen Seilen an günstige Stellen zum Ziehen und zogen den geschmückten Pfahl langsam nach oben. Es ging wegen des Windes nicht in einem Rutsch, mehrere Windböen drückten ihn immer mal wieder nach unten. Nach knapp fünf Minuten stand der Maibaum senkrecht und wurde fachmännisch gesichert.

Verlosung

Nach dem Aufstellen des Maibaums kam die Verlosung des Silbenrätsels aus dem aktuellen Borgloher Blättken in Gang. Zehn Gewinner wurden gezogen und erhielten unter anderem Gartenscheren, kleine Sägen für Profis und Trinkbecher. Der erste Preis bestand aus einer fliederfarbenen Schubkarre. „So eine hat auch nicht jeder in seinem Garten stehen“, meinte Hagemann lächelnd. Die Preise stifteten in Borgloh ansässige Firmen. Der Lösungssatz des Rätsels lautete: „Jeder hat Verstand und Kräfte, Borgloh braucht Geschäfte.“ Und dieser Satz sei wahr. Denn immer mehr Geschäfte würden im Ortskern schließen. Der Online-Handel zwacke viele Geschäftsinhaber, und es sei die Frage, ob der Ortskern wieder belebt werden könne durch im Ort kaufende Bürger. Oder ob die ansässigen Kaufleute neue Geschäftsmodelle entwickeln müssten.