150 Besucher beim Infotag Oberschule Borgloh: Kleine Klassen und ein Bus-Problem

Von Alexander Heim

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Präsentierten das Angebot ihrer Schule: Konrektor Ralf Ackermann (von rechts), Schulleiterin Heike Oberkötter, Sozialpädagogin Melanie Erdmann sowie Sebastian Gottlöber, Fachlehrer für Wirtschaft. Foto: Alexander HeimPräsentierten das Angebot ihrer Schule: Konrektor Ralf Ackermann (von rechts), Schulleiterin Heike Oberkötter, Sozialpädagogin Melanie Erdmann sowie Sebastian Gottlöber, Fachlehrer für Wirtschaft. Foto: Alexander Heim

Hilter. Sie ist gut aufgestellt, die Oberschule in Hilters Ortsteil Borgloh. 232 Schüler, 24 Lehrkräfte, Zweizügigkeit ab Klasse fünf und kleine Klassen mit rund 20 Schülern - das sind Rahmenbedingungen für optimales Lernen.

Zumindest für all jene, die die Schule gut erreichen. Und darum ist es, wie sich jetzt bei Informationstag herausstellte, nicht immer gut bestellt.

Vor vier Jahren, so führten Schulleiterin Heike Oberkötter und Konrektor Ralf Ackermann aus, war die Oberschule als weiterer Baustein im Mosaik der weiterführenden Schulen im südlichen Osnabrücker Land etabliert und seither entsprechend aufgebaut worden. Welche Möglichkeiten sie offeriert - das stellte das Schulleitungsteam gemeinsam mit Fach-Lehrer Sebastian Gottlöber und Sozialpädagogin Melanie Erdmann vor.

„Wir finden die Stärken der Schüler“, betonte Schulleiterin Heike Oberkötter. Und versicherte zudem: Der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 kann an der Oberschule ebenso erworben werden wie der Realschulabschluss nach Klasse 10. „Wir bieten optimale Förderung durch äußere und innere Differenzierung“, führte Oberkötter aus.

Große Bedeutung kommt an der Oberschule, die sich dem Thema „Inklusion“ verschrieben hat und zwei Förderschul-Lehrer in ihren Reihen zählt, dem Thema „Berufsfindung“ zu. Diesen Bereich stellte Wirtschaftslehrer Sebastian Gottlöber vor. „Kein Schüler verlässt die Schule ohne Perspektive“, hob er hervor. Und präsentierte die sieben Module, die alle Schüler durchlaufen, um ihren weiteren beruflichen Weg vorbereiten zu können. Kompetenzfeststellungen sind dabei ebenso fest verankert wie Berufsfelderkundungen, zwei Betriebspraktika, das so genannte „Handlungsorientierte Training“ (HOT) zur Realisierung von Ausbildungswünschen sowie die Projektwoche „Berufsorientierung“. Stolz ist man in der Oberschule zudem, am 2. März abermals zu einer kleinen Berufe-Messe in die Räume der Schule einladen zu können. „Zwölf Betriebe hatten sich schon bei der Premiere beteiligt“, erläuterte Heike Oberkötter. Rund 150 Besucher machten von dem Angebot, sich zu informieren, regen Gebrauch.

Und das Thema Erreichbarkeit? Einige Eltern beschrieben es als „katastrophal“. „Die Behörde hält einen Schulweg von 75 Minuten für zumutbar“, erläuterten sie. Dabei wäre einerseits die Schule in Hagen für Familien aus GM-Hütte eine Alternative. Auch die Busverbindungen aus Richtung Melle stellten ein Problem dar, so war zu vernehmen. Sie enden 500 Meter vor dem Zielort. Welche Lösungen es dafür geben könnte? „Mir fällt da nur das Eltern-Taxi ein“, erklärte spontan Bürgermeister Marc Schewski.

Erwin Schröder (SPD) merkte an, dass das Land dem Kreis 700000 Euro zur Verfügung gestellt habe. Geld, das man zur „Heilung des Problems“ nutzen könne,. Wer sich für die Oberschule entschieden hat, kann den Nachwuchs am Mittwoch, 26. April; von 8 bis 14 Uhr sowie am Donnerstag, 27. April, ivon 8 bis 17 Uhr an der Oberschule anmelden.


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