Kids an die Schaufeln Grundschüler helfen bei Renaturierung des Borgloher Bachs

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Hilter. Mehr als 60 Jahre ist das Wasser des Borgloher Bachs durch ein Betonrohr geflossen. Das ändert sich nun, denn der Bach wurde renaturiert.

Das 750 Meter lange Rohr wurde bereits entfernt und ein neues Bachbett angelegt, damit das Gewässer wieder offen fließen kann. Der alte Bachverlauf soll so wieder hergestellt werden. Zudem wurde ein Tümpel angelegt, der Amphibien wie dem Grasfrosch einen Lebensraum bieten soll.

Unterstützung bekamen die Arbeiter vor Ort von den Schülern der Grundschule Borgloh. Fast einen ganzen Schultag verbrachten die Mädchen und Jungen der Klassen 3a und 3b an der Goldbreede und verteilten per Eimerkette Kies und Steine im neuen Bachbett. „Diesen Einsatz vergessen die Kinder nicht. So etwas bleibt ihnen in Erinnerung“, sagte Schulleiter Torsten Breckweg. Unermüdlich schaufelten die Kinder Steine in Eimer, um sie weiterzureichen. Begleitet wurden sie dabei von Mitarbeitern der Noller Schlucht und dem Verein zur Revitalisierung der Haseauen . Die Renaturierung des Baches ist damit abgeschlossen und das Wasser fließt wieder. Die Freilegung durch den Unterhaltungsverband Hase-Bever ist die erste Maßnahme im Zuge der Flurbereinigung Borgloh-Ost.

Landwirte mussten Flächen abgeben

Am Waldrand auf der Westseite der Goldbreede beginnt das neue Bachbett. Die südlich gelegene Wiese wird von einem Zaun abgegrenzt und bleibt landwirtschaftlich genutzt. Der landschaftspflegerische Begleitplan sieht vor, dass der kleine Hang auf der Nordseite mit Eschen, Erlen, Weiden und Sträuchern bepflanzt wird. „Die Landwirte, die die Flächen rund um den Bach vorher genutzt haben, erhalten Ausgleichsflächen“, so Udo Sakuth vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 190000 Euro, die vom Landkreis Osnabrück und von der Gemeinde Hilter getragen werden.

Auftakt der Flurbereinigung

Die Freilegung des Borgloher Baches ist nur der Auftakt der Flurbereinigung. Anfang kommenden Jahres folgt der erste Teil des insgesamt rund 17 Kilometer umfassenden Wegebauprogramms. „Wegebau läuft nicht ohne ökologische Maßnahmen“, sagte Bürgermeister Marc Schewski. Die Teile zwei und drei schließen unmittelbar an. Parallel zum Wegebau werden weitere ökologische Maßnahmen wie die Rückhaltung von Wasser im Niederungsbereich des Königsbaches und einzelne Feuchtbiotope realisiert.

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