Tolles Gemeinschaftsgefühl 200 Gäste beim ersten Rudelsingen in Borgloh

Schön und laut: Rund 200 Mütter, Väter und sonstige Freunde der Musik kamen, um beim Benefizsingen für den Förderverein der Grundschule dabei zu sein. Foto: Elvira PartonSchön und laut: Rund 200 Mütter, Väter und sonstige Freunde der Musik kamen, um beim Benefizsingen für den Förderverein der Grundschule dabei zu sein. Foto: Elvira Parton

Hilter. Ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer war das erste Borgloher Rudelsingen in der Aula der Oberschule. Rund 200 Mütter, Väter und sonstige Freunde der Musik kamen, um beim Benefizsingen für den Förderverein der Grundschule dabei zu sein.

David Rauterberg aus Münster, Organisator des Rudelsingens, und sein Pianist Philip Ritter, verstanden es perfekt, die Atmosphäre im Saal aufzulockern. Hatte so mancher vorher noch Bedenken gehabt, ob er oder sie einfach so drauflos schmettern könnte, waren diese Bedenken in wenigen Sekunden zerstreut. Als erstes von insgesamt 25 Liedern stimmten die beiden Animateure Udo Jürgens‘ „Ich war noch niemals in New York“ an. Und die Gäste merkten schnell, dass so ein großer Chor kleine Schwächen übertüncht und einfach toll klingt. Schnell fielen alle Hemmungen und das Publikum stimmte lauthals mit ein. (Weiterlesen:

„Wir singen im Stehen“

Doch vorher stellte David Rauterberg die Regeln auf. „Wir singen im Stehen und beim Singen wird nicht gesprochen“, sagte er. Um den Nachbarn zu loben, wie toll er singen könne, dazu sei in den beiden Pausen genug Zeit. Philip Ritter steckte eine Brotdose mit einem Käsebrötchen in die Luft, das augenscheinlich einer der Schüler in der Schule vergessen hatte. „Und zu Essen gibt es in den Pause auch. Ich teile mein Käsebrötchen gerne.“

Gemeinschaftsgefühl

Mit jedem Lied steigerte sich das Gemeinschaftsgefühl und schon bei „Country Roads“ von John Denver, spätestens aber bei “Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ hakte die Rudelsänger sich unter und schunkelte im Takt. Die befreiende Wirkung des Singens machte sogar einige Experimente möglich, zum Beispiel den – erfolgreichen – Versuch, das Lied „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“ von Henry Valentino und Uschi aus dem Jahr 1977 im Kanon zu singen. Dabei wurde deutlich, dass die Frauen, die die weibliche Stimme sangen, deutlich in der Überzahl waren. Die Herren im Publikum gaben jedoch alles.

25 Stücke aus allen denkbaren Genres

25 Stücke aus allen denkbaren Genres hatten die beiden Musiker mitgebracht. Das Repertoire reichte von Abba und den Beatles über Elvis, Grönemeyer, Lindenberg und Nena bis hin zu Jahrzehnte alten Gassenhauern und Volksliedern. „Am Anfang machen wir immer eine Art ‚Best of‘“, sagte Rauterberg. „Wer hier raus geht und sagt, für ihn war nichts dabei, mit dem werde ich später im Stuhlkreis sprechen“, scherzte er. Die mit einem Beamer an die Wand geworfenen Texte machte es auch den ungeübteren Teilnehmern leicht, die Stücke mitzusingen. Am Ende waren alle begeistert von dem besonderen Erlebnis, das den Gästen sichtlich Spaß gemacht hatte.

Besonderes Erlebnis

Und die beiden Musiker? „Eigentlich singen wir in großen Hallen mit viel mehr Menschen“, sagte David Rauterberg. Nun hier in Borgloh in einer Schule zu singen, sei auch für sie ein besonderes Erlebnis. „Vor allem deshalb, weil damit ein ganz konkretes Ziel unterstützt wird“, sagte er. „Das war ein toller Kontrastpunkt für uns.“


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