Betriebe in der Schule Berufsorientierung an der Oberschule Hilter

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Hilter. Von A wie Altenpfleger, B wie Bankkaufmann, C wie Chemielaborant bis Z wie Zerspanungsmechaniker war eine breite Palette an Ausbildungsberufen vertreten, die 15 Unternehmen aus der Region am Donnerstagnachmittag in der Oberschule Hilter mit Präsentationen, an Beispielen und im Gespräch mit den Interessenten vorstellten.

Im Rahmen des schulischen Berufsorientierungskonzepts hatte die Schulleitung mit dem Fachleiter für Wirtschaft, Sebastian Gottlöber, und Schulsozialarbeiterin Anke Helbrecht erstmals eine so umfangreiche Veranstaltung organisiert. Für die 80 Schüler der Jahrgänge 8 und 9 war die Veranstaltung verpflichtend, ihre Mütter und Väter waren ebenfalls eingeladen. „Wir freuen uns, dass sich auch 40 Eltern angemeldet haben, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen zu informieren“, unterstrich Schulleiterin Heike Oberkötter, „denn sie kennen ihre Kinder am besten und spielen bei der Berufswahl eine entscheidende Rolle.“

Ausgewählte Firmenpräsentationen

In drei jeweils 20-minütigen Blöcken nahmen Schüler und Eltern an ausgewählten Firmenpräsentationen teil und stellten ihre Fragen. „Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Wie läuft das Bewerbungsverfahren? Wie viel verdient man als Auszubildender? Wie sind die Arbeitszeiten? Wird man nach der Ausbildung übernommen?“ 

Bernward Lampkemeyer, Ausbilder der angehenden Industriemechaniker bei der Firma apetito, hatte eine kleine Rüttelmaschine mit Abwurfeinrichtungen mitgebracht, um ein wenig Betriebsatmosphäre zu vermitteln. „Wir reparieren oder halten die Maschinen instand“, berichtete Azubi Tim Hummel. Ausbilder Stephan Grosse-Hartlage kommentierte anhand von Filmaufnahmen aus der Firma, wie eine „Falet“, eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik, im 1000-Liter-Kochtopf ein Hühnerfrikassee zubereitet.

Kommunikationsvermögen und Sorgfalt

Im Klassenraum nebenan wies Melanie Patzek von der Marketingabteilung des Van der Valk-Hotels Melle darauf hin, dass gepflegtes Auftreten, Kommunikationsvermögen und Sorgfalt wichtige Eigenschaften für Restaurant- und Hotelfachleute seien. In der Hotellerie eröffneten sich „Chancen weltweit“, schwärmte die junge Frau.

Weitere teilnehmende Betriebe waren Autohaus Prange, Gebäudedienstleister Piepenbrock, Gesundheitsdienstleister prolabor, Isoliertechnik Teledor, Kunststoff Spies, Landmaschinen Poggemann, Landmaschinen Strautmann, Lebensmittelwerk Rau, Maschinenbau Huning, Medizintechnik Braun, Seniorenzentrum Kastanienhof, Volksbank Hilter, Zerspanungstechnik Haberland.

„Berufsorientierungsprozess braucht Zeit“

„Der Berufsorientierungsprozess braucht Zeit“, stellte Gottlöber fest. Die Schüler wüssten oft nicht viel über die Berufe und vor allem auch wenig über sich selbst. Deshalb beginne die Berufsorientierung in der Schule auch stets mit der Selbsteinschätzung der Schüler, die ihre Stärken herausfinden müssten. An einem Termin wie diesem, an dem die Betriebe in die Schule kommen, würden Barrieren abgebaut, man komme leichter miteinander ins Gespräch und könne zum Beispiel ein Praktikum vereinbaren.

Ob diese Erwartungen erfüllt wurden und was man noch verbessern könnte, wurde im Anschluss an die Veranstaltung in einem Gespräch der Firmenvertreter mit der Schulleitung und den Lehrern besprochen.


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