Herbstkonzert Jugendblasorchester Borgloh spielt vor ausverkaufter Halle


Hilter. Die Nachwuchsabteilung des Blasorchesters Borgloh trat am Wochenende mit einem ausgereiften Konzertprogramm vor das Publikum in der ausverkauften Sporthalle. Jugendblasorchester und die Minis spielten mitreißende Melodien von Polka bis Pop.

Beim Herbstkonzert des Jugendblasorchesters besteht für die Bewohner Borglohs Anwesenheitspflicht. Kaum anders lässt sich sonst die Tatsache erklären, dass nicht ein Mäuschen mehr in der Sporthalle Platz gefunden hätte, als der erwartungsfrohe Eingangsapplaus für die 30 Musiker und ihren Dirigenten Thomas Niemann erklang.

„Gablonzer Perlen“

Mit Souveränität und Eleganz spielte sich das Orchester ins Programm, das aus vielen neu eingespielten Stücken bestand. „Voices“ war ein hervorragender Opener, der die Musiker frisch und motiviert zeigte. Aus anderem Holz geschnitzt war die Polka „Böhmischer Sonntag“, einer Stilrichtung, die dem Dirigenten sehr am Herzen liegt. Nicht von ungefähr kündigte er eine Weile später die „Gablonzer Perlen“ als „das schönste Stück heute Abend an“, worin sicherlich ein Kern Wahrheit enthalten war.

Borgloher Musiker können Polka, aber sie können auch anders. Einer wunderschönen Version von Jacksons „Heal the World“ folgte die Titelmelodie der Fernsehserie „Games of Thrones“ mit mystisch verklärenden Klarinettenpassagen und dramatischer Basslastigkeit. Hier wie auch bei „Time of my Life“ unterstützten Videoaufzeichnungen die musikalischen Beiträge. Mehr aus Hilter im Netz

Mit Brille

Geblendet vom eigenen Supersound setzten die Musiker bei „Walking on Sunshine“ Sonnenbrillen auf und bewiesen damit ihren Humor. Mit sattem Druck arbeiteten sich im Stück die Trompeten nach vorn und versetzten das Publikum in beste Stimmung. Kurze Zeit später bewiesen Christin Uthoff und Christina Dauwe mit ihrer Coverversion von „Ein Kompliment“ ansteckende Unbekümmertheit und Lebensfreude.

Nach der Pause war das Miniorchester am Zug. Unter der Leitung von Stefan Pohlmann wagten sich der jüngste Nachwuchs der Borgloher an den Klassiker „Gimme some Lovin“ und den Slow Blues „The Hanging Tree“, beide mit begeisterten Applaus vom Publikum aufgenommen.

Tolle Solisten

Danach machte sie wieder Platz für ihre etwas älteren Musikerkollegen, die unter anderem ein Medley mit Big Band-Superhits spielten, die jungen Zuhörer im Publikum mit „Hedwigs Theme“ aus Harry Potter für sich einnahmen und bei weiteren Stücken mit gelungenen Beispielen belegten, dass im Orchester tolle Instrumentalisten und Gesangssolisten sitzen. So brachten zum Beispiel Charlotte Rehme und Finja Kösters mit ihrer Variation von Andreas Gabalier die Halle zum Beben. Auch als am Ende die Instrumente verstummt waren, war noch lange nicht Schluss. Da drehten sich munter die Plattenteller weiter und in Borglohs Sporthalle wurde noch ausgelassen Party gemacht.


0 Kommentare