Sprung in ein neues Leben Hilteraner Oberschüler erhalten Abschlusszeugnisse

Von Danica Pieper

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45 Zehntklässler erhielten in der Oberschule Hilter in Borgloh jetzt ihren Realschulabschluss aus den Händen ihrer Klassenlehrer Balbina Schöck (vorne links) und Wolfgang Haverkamp (vorne rechts). Foto: Danica Pieper45 Zehntklässler erhielten in der Oberschule Hilter in Borgloh jetzt ihren Realschulabschluss aus den Händen ihrer Klassenlehrer Balbina Schöck (vorne links) und Wolfgang Haverkamp (vorne rechts). Foto: Danica Pieper

Hilter. Auch wenn für die meisten die Schullaufbahn noch nicht zu Ende ist: Von der Oberschule Hilter in Borgloh mussten 45 Zehntklässler jetzt Abschied nehmen. Am Freitag erhielten sie im Rahmen einer Entlassungsfeier ihre Abschlusszeugnisse.

Der stellvertretende Schulleiter Ralf Ackermann konnte sich noch genau daran erinnern, wie die Absolventen ihre Schullaufbahn in der damaligen Realschule in Borgloh begannen: Die Jungs seien so unruhig gewesen, dass man immer wieder Bewegungspausen habe einlegen müssen, während die Mädchen viel zu schweigsam waren. „Und was ist aus ihnen geworden? Kompetente junge Männer und Frauen“, so Ackermann. Mehr aus Hilter im Netz

Außerordentliches Engagement

Auch Schulleiterin Heike Oberkötter war voll des Lobes: „Eigentlich müssten die Kollegen dafür bezahlen, dass sie diese Klassen unterrichten durften.“ Die Schüler seien freundlich, kooperationsbereit und zeigten sich durch ein außerordentliches Engagement aus, etwa als Schülerlotsen oder in der Schülerfirma. „Ich habe ein richtig gutes Gefühl, euch ins Leben zu entlassen“, meinte Oberkötter. Das Leben nach dem Schulabschluss verglich die Schulleiterin mit einem Schwimmbecken, in das die Jugendlichen nun hineinspringen müssten. Manchmal müssen sie Hindernissen ausweichen, manchmal denken sie vielleicht, dass ihnen die Puste ausgeht, aber in einem war sich Oberkötter sicher: „Ihr könnt schwimmen, ihr schafft das.“

Großteil besucht weiterführende Schulen

Alle 45 Oberschüler erhielten einen Realschulabschluss, 23 sogar den erweiterten, der zum Besuch eines Gymnasiums berechtigt. 17 Schüler beginnen nach den Ferien eine betriebliche Ausbildung, während 28 eine weiterführende Schule besuchen oder ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, wie Bürgermeister Marc Schewski berichtete. „Euren ersten Abschluss habt ihr in der Tasche. Damit habt ihr den Grundstein gelegt für alles, das ihr erreichen möchtet“, so Schewski. Elternvertreterin Doris Pohlmann griff die Fußball-EM als Metapher auf. Die Jugendlichen hätten das Trainingslager Schule verlassen und stünden nun auf dem Feld: „Stürmt nach vorne, spielt fair und schaut nach links und rechts, ob ihr nicht im Abseits steht.“ Schülersprecher Azad Al Hossein erklärte, dass er und seine Mitschüler heilfroh über ihren Abschluss seien: „Und die Lehrer sind sicher erleichtert, dass sie wieder eine Klasse so grandios zum Abschluss geführt haben.“

Skatspiel als Abschlussgeschenk

Die Durchschnittsnote der Abschlusszeugnisse liegt bei 2,8. Jahrgangsbeste waren Lukas Dreyer mit einem Notendurchschnitt von 1,75 und Christina Oberzeisler mit einem Durchschnitt von 1,88. Die Klassenlehrer Balbina Schöck und Wolfgang Haverkamp überreichten den Absolventen zusätzlich zum Zeugnis noch ein Skatspiel, damit sie das, was sie in der Schule gelernt haben, weiterhin trainieren: Kopfrechnen, Teamfähigkeit, Ehrlichkeit, strategisches Denken und die Fähigkeit, Misserfolge wegzustecken.


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