Engagierte Schüler „Gesunde Stunde“ in der Grundschule Borgloh

Von Rolf Habben

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Hilter. Der Spaß an der Freude war ihnen ins Gesicht geschrieben. Zahlreiche Schüler der Jahrgänge 1 bis 4 trafen sich am Nachmittag zum „Nachsitzen“ in der Grundschule Borgloh und das sogar ganz freiwillig.

Die kleinen Köche demonstrierten in der sogenannten „Gesunden Stunde“ ihr kulinarisch-handwerkliches Geschick an verschiedenen Rezepturen und Gerichten ebenso engagiert wie gekonnt. Frühlingsküche mit Kräutern stand auf dem Programm. Eine Herausforderung für die Kinder, aber auch für deren Eltern.

Gemeinsam etwas unternehmen

Hintergrund der „Gesunden Stunde“: Der gleichnamige Verein will Familien anregen, weniger Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer zu verbringen. Stattdessen solle mehr gemeinsam unternommen werden, erläutert Silke Tegeder-Perwas als Koordinatorin der Gesunden Stunde, die seit Januar 2015 als gemeinnütziger Verein am Schölerberg zuhause ist. „Dazu haben wir verschiedene Veranstaltungen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Entspannung als gemeinsame Aktivität in der Familie im Programm“.

Gesunde Ernährung

Ein weiteres Ziel sei darüber hinaus die Integration gesundheitsfördernder Maßnahmen in den Schulalltag. Die Betriebskrankenkasse (BKK) firmus unterstützt die Gesunde Stunde an insgesamt 13 Schulen in Stadt und Landkreis mit fünftausend Euro. „ Gerne unterstützen wir diese nachhaltige Form der Gesundheitsförderung“, betont Birgit Horwege, Regionalleitung Bremen von der BKK firmus. Neben der BKK firmus wird die Veranstaltung von weiteren Förderern getragen, unter anderem vom Landkreis Osnabrück, der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, dem Christlichen Kinderhospital, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte sowie von der VGH Versicherung.

Koch AG als Trainingslager

Nach der Begrüßung durch Rektor Torsten Breckweg gingen die Kinder unter Anleitung der Diplom-Ökotrophologin Meike Broermann an die Schneidebretter, Schüsseln, Töpfe und Backbleche. Zuvor hatten sie zusammen mit ihren Eltern anhand eines Riechspiels ihre jeweiligen Partner durch Erschnüffeln der verschiedensten Kräuter ermittelt. Neben einer Gurkenschlange mit Kräuterquark, einer Kräuterschnecke und ein Zitronensirup mit Minze bildeten ein Kräuterpfannkuchen vom Blech, eine Pestoblume aus Hefeteig sowie ein Petersilienpesto die Herausforderungen an die jungen Köche. Dass die Kochkunst kein ungewohntes Neuland für sie ist, war sofort offensichtlich, ihr Trainingslager in der Koch AG der Grundschule, die über eine gut ausgestattete Küche verfügt, war ihnen anzumerken.

Zufriedene Gesichter

Auch zuhause würden sie in der Küche mithelfen, versichert der siebenjährige Luka Nierwettberg, zu dessen Leibgericht der Mehl-Pfannkuchen zählt. Für die gleichaltrigen Schülerinnen Kira Rottmann und Paula Westerheide seien Linseneintopf oder ein Möhrenkuchen am heimischen Herd kein Problem, wie beide stolz verraten. Zufrieden Gesichter und ebenso zufriedene Gaumen beim gemeinsamen Essen rundeten den lehrreichen und anregenden Nachmittag ab.


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