Bunte Weihnachtsshow Oberschüler in Hilter begeistern ihr Publikum mit Humor

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Hilter. Viel zu schön, um es nicht der Öffentlichkeit zu zeigen. Das ist die Meinung von Schulleiterin Heike Oberkötter über die alljährliche Weihnachtsshow der Schüler der Oberschule Hilter in Borgloh. Und so kam es, dass in diesem Jahr alle Interessierten in den Genuss des weihnachtlichen Spektakels kamen.

Jedes Jahr bereiten die Jungen und Mädchen der Oberschule eine Weihnachtsshow vor, die bisher nur schulintern gezeigt wurde. Das hat sich nun geändert. Am Montag sahen zahllose Eltern, Großeltern, Freunde und Geschwister in der vollgestopften Aula, was die Schülerinnen und Schüler unter der Anleitung verschiedener Lehrer vorbereitet hatten.

Schräge Rockmusik

Die Show begann mit ziemlich schräger Rockmusik mit Noel Ruschhaupt aus der 5a am Schlagzeug. Unter dem Motto „Fällt die Weihnachtsshow aus“ zerschlug das Schlagzeug zunächst jede Besinnlichkeit. Da trafen die Kinder der 6a und 6b mit Udo Jürgens Weihnachtssong „Merry Christmas“ schon eher den Nerv der Gegenwart. Auch wenn der Text in humorvollem denglisch für Gelächter sorgte.

Aufruhr

Die Klasse 8a präsentiert den Advent von Loriot, in dem eine bis oben hin satte Ehefrau ihren Förster-Ehemann ermordet, fachmännisch zerteilt und in Geschenkpapier gewickelt dem Knecht Ruprecht mitgibt. „Aufruhr im Weihnachtsland“ hieß das Mini-Theaterstück, das die 9b aufführte. Darin klaut Fritz dem Weihnachtsmann den Schlitten, weil er noch nie etwas zu Weihnachten bekommen hat. Kein Wunder, denn er hat bisher alle Geschenke bei ebay verkauft. Nach einer Krisensitzung, gemeinsam mit dem Osterhasen, beschließt das Weihnachtsvolk, dass Fritz nun den Weihnachtsmann tragen muss.

Stenkelfeld

Nachdem die Schüler der 10b mit den Gästen in der Oberschule das Lied „Weihnachtsmann und Co KG gesungen und den Cartoon „Mitarbeiterbesprechung“ abgespielt hatten, war die Klasse 10a dran. Angelehnt an „Stenkelfelds Weihnachtsbeleuchtung“ berichteten die Schüler vom Wettrüsten der adventlichen Lichterarrangements in Hilter. Was mit einem Bogen aus Elektrokerzen in der Schule begann, endet am Ende mit der Explosion des Biogaskraftwerks Wellendorf, die den gesamten Südkreis lahmlegt. Und das nur, weil wahnsinnige Hilteraner eine Kettenschaltung von 96 Halogenfilmleuchten installieren, woraufhin die verwirrte Vogelwelt mit dem Nestbau beginnt, ein anderer das Laserensemble Metropolis installiert, das zu den leistungsstärksten Europas zählt, und ein dritter mit 190 Flakscheinwerfern des Typs „Varta Volkssturm“ den Stern von Betlehem an die tiefhängende Wolkendecke zaubern wollte. „Menschen, denen eine einfache Kerze am Adventskranz nicht mehr reicht“, kommentierte die Klasse.

Schülerlotsen in Borgloh

„O Tannenbaum“

Nach dem gemeinsamen Lied „O Tannenbaum“ mit Pianobegleitung von Isabel Rempe präsentierte die 10a den Song „Morgen, Kinder, wird’s nichts geben“. Danach war der Chor mit einem weihnachtlichen Medley dran, darunter „Jingle bell Rock“, „In der Weihnachtsbäckerei“ und „Santa Claus is coming to town“. Die Klasse 9b zeigte in einem Sketch, was Kinder dem Weihnachtsmann alles versprechen, um an die begehrten Geschenke zu kommen. Das Finale bestritten die 7a und 7b mit einem tollen Tanz zu „Last Christmas“. Begeistert forderte das Publikum eine Zugabe von den als Engelchen und Nikolaus verkleideten Kindern. Die unter einer Bedingung gegeben wurde: Bürgermeister Marc Schewski und Christiane Rottmann als Flüchtlingsbeauftragte mussten mittanzen. „In der Kommunalpolitik muss man auch manchmal ein Engel sein“, kommentierte einer der Lehrer.


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