Neue Leiterin stellt Schule vor So tickt die Oberschule Hilter

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  Hilter. „Wie arbeitet eigentlich die Oberschule Hilter?“ Zu dieser Frage referierte am Montag die neue Schulleiterin Heike Oberkötter zusammen mit einigen Kollegen in der Schulaula in Borgloh. Interessierte Eltern, Lehrer und Ratsmitglieder lauschten dem Vortrag und kamen anschließend ins Gespräch.

Die Schülerfirma „Kiosk 2.0“ hatte sich für den Informationsabend große Mühe gegeben: Die Sitzrunden waren einladend mit Blumen und bunten Servietten geschmückt. Brotplatten, Obst, Getränke und Bonbons standen für die Gäste bereit. Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person lenkte Heike Oberkötter , seit dem 1. August Leiterin der Oberschule Hilter, die Aufmerksamkeit der Gäste auf die Leinwand. „Schulstruktur bei uns“, stand da in dicken Lettern.

Von der Real- zur Oberschule

Seit zwei Jahren gibt es nun die Oberschule Hilter , die vorher Realschule war. Das neue Schulsystem hat sich gefestigt und Heike Oberkötter ist überzeugt von dessen Vorteilen. „Unsere Oberschule ermöglicht den Blick auf den einzelnen Schüler“, betonte sie. Über die reine Wissensvermittlung hinaus ginge es um Kompetenzen für das selbstständige und eigenverantwortliche Lernen. Die individuelle Förderung und Forderung sei zudem durch Differenzierung in den Bereichen Mathematik/Naturwissenschaften und Sprachen möglich. In der Oberschule seien die ehemaligen Schulformen Haupt- und Realschule unter einem Dach, ja sogar in einer Klasse vereint. „Das ist wie eine Gesamtschule ohne gymnasialen Zweig. Übergänge zum Gymnasium sind nach der zehnten Klasse jedoch möglich“, erklärte die Schulleiterin.

Offener Ganztag

Doch Oberschule sei nicht gleich Oberschule. Man unterscheidet zwischen dem offenen und dem gebundenen Ganztag. In Borgloh findet das Schulleben am Nachmittag auf offener, also freiwilliger Basis von Montag bis Donnerstag statt. Vormittags werden die Schüler stets in Doppelstunden unterrichtet. „Das gibt den Lehrern und Schülern mehr Zeit für Methoden wie Gruppenarbeit und zudem haben die Schüler weniger Material zu schleppen, denn es finden anstatt sechs nur drei Fächer am Tag statt“, verdeutlichte Heike Oberkötter.

Nach dem Unterricht bleibt in der Mittagspause Zeit zum gemeinsamen Essen und Freizeitbeschäftigungen. Die achte Schulstunde (13.45 bis 14.30 Uhr) ist für Hausaufgaben und Förderung angesetzt. Danach findet das breite AG-Angebot vom Chor über Schach bis hin zum Sportprogrammen statt.

Grund- oder Erweiterungskurse

Ab der sechsten Klasse beginnt die Differenzierung in Kursen. Je nach Notenbild und Arbeitsverhalten werden Schüler in den Fächern Mathe und Englisch in Grund- oder Erweiterungskursen unterrichtet. Zusätzlich können sie zwischen Französisch, Informatik oder Werken wählen. In Klasse Acht beginnt die Berufsorientierung mit Berufsfelderkundungen. In Klasse Neun geht es weiter mit Bewerbungstraining und Praktika bis hin zur individuellen Berufsberatung in Klasse Zehn. Im neunten Jahrgang können sich die Schüler in Profilen wie „Gesundheit und Soziales“, „Technik“ oder in der wirtschaftlich arbeitenden Schülerfirma weiter spezialisieren. 

Zahlreiche Kooperationen

An der Oberschule Hilter wird nicht nur der offene Ganztag praktiziert, sondern das gesamte Schulleben sei, so die Leitung, geöffnet. „Offen gegenüber der Gemeinde“, sagte Heike Oberkötter und zählte Kooperationen mit den örtlichen Sportvereinen, dem Blasorchester Borgloh, dem DRK, der Kirche und der Jugendpflegerin auf, die das Schulleben bereichern. 

222 Schüler werden derzeit von 22 Lehrern, zwei Referendaren, zwei Förderschulkräften und einer Schulsozialarbeiterin an der Oberschule Hilter in kleinen Klassen, mit jeweils unter 20 Schülern, unterrichtet und begleitet. Am 12. November um 19.30 Uhr findet ein weiterer Informationsabend in der Aula der Oberschule Hilter statt. Dabei geht es dann um die Berufsorientierung ab Klasse Acht.


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