Keine Angst vorm Sprechen Englische Muttersprachler besuchen OBS Hilter

Von Danica Pieper

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Hilter. „English only“ hieß es für die Achtklässler der Oberschule Hilter in dieser Woche. Drei Muttersprachler aus England, Australien und den USA waren in Borgloh zu Gast, um den Schülern die Kultur ihrer Länder zu vermitteln und ihnen die Scheu vorm Englischsprechen zu nehmen.

Kurz bevor die Achtklässler der Hilteraner Oberschule in die Sommerferien gehen, erlebten sie noch eine ganz besondere Schulwoche: Statt des herkömmlichen Unterrichts erhielten sie Besuch von drei „Native Speakers“. Martin Nicholls aus dem englischen Liverpool, Carys Lewis aus dem australischen Canberra und Phillip Gamble aus Atlanta in den USA hatten für die Schüler allerlei Projekte vorbereitet, die sie mit der englischen Sprache sowie der Kultur der jeweiligen Länder vertraut machen sollten. So kochten sie traditionelle Gerichte wie Lamington Cupcakes, oder versuchten sich im American Football - unter professioneller Anleitung von Gamble, der bei den Paderborn Dolphins spielt.

Hauptziel des Besuchs war es, den Schülern das Englischsprechen zu ermöglichen: „Das kommt im Unterricht manchmal etwas zu kurz“, meinte der stellvertretende Schulleiter Ralf Ackermann. Mit den Muttersprachlern hingegen schrieben die Schüler Geschichten und hatten außerdem die Aufgabe, für ihre Gastlehrer eine Stadtführung durch Hilter und Borgloh zu gestalten. Dabei half es, dass die Gäste selbst kaum Deutsch sprechen: „Das setzt die Schüler unter Druck, weil sie gezwungen sind, Englisch zu sprechen und zusammen herausbekommen müssen, wie sie etwas sagen“, meinte Lewis.

Abschlusspräsentation mit Sketchen

Zum Abschluss der Woche hatten die Achtklässler eine Präsentation für ihre Mitschüler vorbereitet, bei der sie ihre Sprachkenntnisse demonstrierten. Während Gambles Gruppe einige bekannte Werbespots auf Englisch adaptierte, hatte Lewis‘ Gruppe ein Fernsehprogramm samt Quizsendung und Nachrichten vorbereitet. Für besonders viel Gelächter sorgte Nicholls‘ Gruppe, die in Sketchen verschiedene Lehrertypen darstellte, wie den „Strict Teacher“, der schon eine Sechs vergibt, wenn man nicht schnell genug seine Hausaufgaben herausholt, oder den „Chilled Teacher“ mit Peace-Zeichen und der Botschaft: „Don’t worry!“

Es war bereits das dritte Mal, dass die Oberschule Hilter Muttersprachler der Initiative „Lingua Projects“ zu Gast hatte. „Für uns ist es wichtig, dass die Schüler ihre Hemmungen verlieren, Englisch zu sprechen – gerade auch im Hinblick auf die verpflichtende Englischprüfung am Ende der zehnten Klasse“, so Ackermann. Am Anfang seien die Schüler noch sehr schüchtern und nervös gewesen, so Nicholls, aber am Ende der Woche hätten sie genug Selbstvertrauen, um auf die Bühne zu gehen: „Es ist unglaublich, wie sehr sie sich in einer Woche verändern.“ Dass sich der Besuch auch auf Unterricht positiv auswirkt, bestätigt Fachbereichsleiterin Birgit Rahe: „Die Schüler sind viel spontaner beim Sprechen. Das bewährt sich auch in der Abschlussprüfung.“


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