Neubau statt Altbausanierung Kein Fahrstuhl für Hilters neues Feuerwehrhaus

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Dieser Entwurf des Architekten Norbert Frede wurde im Frühjahr vom Rat in Hilter abgesegnet.  Quelle: Frede ArchitekturDieser Entwurf des Architekten Norbert Frede wurde im Frühjahr vom Rat in Hilter abgesegnet. Quelle: Frede Architektur

Hilter. Eines ist nach dem Betriebs- und Feuerwehrausschuss in dieser Woche klar: Hilters neues Feuerwehrhaus kommt künftig ohne Aufzug aus. Denn der alte Entwurf wurde nun verworfen.

Noch im Frühjahr segnete der Rat der Gemeinde Hilter das Konzept für einen Umbau des Feuerwehrhauses ab. Dieser sah vor, das alte Gebäude zu sanieren und mit einem Neubau zu erweitern. Nun wurde dieser Planungsentwurf im Betriebs- und Feuerwehrausschuss gekippt . Ein Neubau kommt her, und der Ausschuss hat den Entwurf einstimmig beschlossen. Auch der Fahrstuhl ist jetzt kein Thema mehr. Der Grund für diese Entscheidung: die Kosten. Aber noch mal ganz von vorne: Die Gemeinde hatte eine Summe von 1,9 Millionen Euro im Haushaltsplan für den Bau veranschlagt. Laut dem Entwurf des Bauplanes vom Architekturbüro Frede aus Münster lagen die Baukosten im April noch bei rund 1,78 Millionen Euro. Das Konzept wurde weiter ausgearbeitet, und schnell kristallisierte sich heraus, dass der Bau die vom Rat beschlossene Baukostensumme übersteigen sollte. „Es waren schwierige Planungen bei dem Altbau. Auf dem Nachbargrundstück haben wir zum Beispiel auch nicht so viele Höhen, die ausgeglichen werden müssen, das macht es günstiger“, sagte Hilters Bürgermeister Marc Schewski. Daraufhin stoppte die Gemeinde die Planung vorerst. Noch einmal setzte man sich zusammen und überlegte, wie der Entwurf konzipiert werden könnte, damit er den Haushaltsplan finanziell nicht sprengt. „Wir haben zusammen mit der Feuerwehr Gespräche über den Bau geführt“, sagt Josef Uthoff, Vorsitzender des Betriebs- und Feuerwehrausschusses. Gemeinsam mit Gemeindebrandmeister und Ausschussmitglied Ralf Telkämper wurde noch einmal über die Bauplanungen nachgedacht. Auch ein Neubau wurde nicht ausgeschlossen.

Und so kam der aktuelle Entwurf zustande, der nun im Ausschuss vorgestellt wurde. Er sieht vor, dass statt das bestehende Feuerwehrhaus zu erweitern, auf dem Nachbargrundstück ein Neubau entstehen soll. Das alte Pastorenhaus soll abgerissen werden. Und auch das alte Feuerwehrhaus muss dran glauben. Sobald der Neubau steht, wird es auch abgerissen. Auf dem Grundstück des Pastorenhauses, direkt nebenan, wird dann laut Plan der Neubau entstehen.

Die Gemeinde erhofft sich durch den Neubau weniger Energiekosten, zudem ist er weniger sanierungsbedürftig als ein Altbau. „Wir sind froh, dass wir das Konzept nun auf den Weg gebracht haben. Es ist sinnvoller als der vorherige Entwurf. Ein Neubau ist wirtschaftlicher, als den Altbau zu erhalten“, sagt Uthoff.

Allerdings müssen beim Neubau auch ein paar Abstriche gemacht werden. So verringert sich die Fläche um rund 400 Quadratmeter. Hatte der erste Entwurf noch eine Fläche von 1500 Quadratmetern beinhaltet, so wird das Gebäude nun 1105 Quadratmeter Fläche haben. Durch den Neubau wird auch auf die erste Etage verzichtet, sodass das Thema mit dem Fahrstuhl und dem Schacht vom Tisch is t. „Es handelt sich um einen eingeschossigen Baukörper. Diese Tatsache erledigt dann auch gleichzeitig alle niemals ernsthaft geführten Diskussionen über Aufzüge und entsprechende Schächte“, so Hilters Bürgermeister Marc Schewski. Die Kosten für den Neubau liegen derzeit bei rund zwei Millionen Euro. Wie im ursprünglichen Plan sind sechs Fahrzeugstellplätzen und eine Waschhalle eingeplant. Es wird Schulungsräume geben, und auf dem Grundstück des Altbaus entstehen ein Übungsplatz für die Feuerwehrkameraden und Stellplätze für Autos.

Die Ausschussmitglieder waren überzeugt – einstimmig sprachen sie sich für den Entwurf aus. Jetzt muss er noch im Rat abgesegnet werden. Der Baubeginn wird im Frühjahr sein. Der Architekt Norbert Frede rechnet mit einer Bauzeit von neun Monaten.


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