Eltern machen ihrem Unmut Luft Ärger über Schulbeförderung in Hilter

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Viele Schüler sind auf Busse angewiesen, wenn sie zur Schule fahren wollen. Doch nicht immer übernimmt der Landkreis die Kosten für die Fahrt. Symbolfoto: Michael GründelViele Schüler sind auf Busse angewiesen, wenn sie zur Schule fahren wollen. Doch nicht immer übernimmt der Landkreis die Kosten für die Fahrt. Symbolfoto: Michael Gründel

Hilter. Vergangene Woche tagte der Schul- und Kulturausschuss der Gemeinde Hilter. Unter anderem ging es um die Schulbeförderung in der Gemeinde, die bei einigen Eltern für Unmut sorgte.

Der Landkreis Osnabrück ist für die Beförderung von Schülern zuständig und übernimmt auch die Kosten für die Bustickets der Schüler - allerdings auch nur, wenn diese in einem bestimmten Radius wohnen. Darüber hinaus müssen die Eltern zahlen. Diese Regelung war im vergangenen Schulausschuss Thema auf der Tagesordnung. Schon im Vorfeld hatten sich die Elternvertreter mit ihrem Anliegen an die SPD-Fraktion gewandt. Diese setzte daraufhin ein Schreiben an die Verwaltung auf, mit dem Antrag die Kosten der Schülerbeförderung auf freiwilliger Basis neu zu strukturieren. Auch, weil sich die Schulanmeldungen an der Oberschule Hilter im aktuellen Schuljahr auf einem laut der SPD-Fraktion „niedrigem Niveau“ befinden. Die SPD geht davon aus, dass diese Entwicklung zum einen daran liegt, dass Eltern dem Modell der relativ neuen Oberschule noch kritisch gegenüber stehen. Zum anderen aber auch an der kostenpflichtigen Beförderung. Denn Schüler aus Hilter, die die weiterführenden Schulen in Nachbargemeinden besuchen, sind von dieser Pflicht befreit.

Mit dem Antrag wollte die SPD-Fraktion vermeiden, dass Schüler in die Schulen der Nachbargemeinden abwandern. Im Ausschuss wurde der Antrag jedoch mit vier Gegenstimmen abgelehnt. „Das sind Fakten, die der Landkreis geschaffen“, sagte Ulrich Rüter von der Gemeinde. Dagegen äußerte sich Hans Jürgen Binder (SPD): „Wir sollten den Eltern etwas mitgeben und nicht nur auf den Landkreis verweisen.“ Die Regelung sieht vor, dass für Grundschüler die Bustickets übernommen werden, wenn die Mindestentfernung von zwei Kilometern überschritten wird. Bei Haupt- und Oberschülern der fünften und sechsten Klassen, wenn die Mindestentfernung von drei Kilometern überschritten wird und bei Schülern der siebten bis zehnten Klassen bei mehr als vier Kilometern. Laut Landkreis sind diese Kilometergrenzen gesetzlich vorgeschrieben.

Es kann also passieren, dass beispielsweise eine Familie die Busfahrt für die Kinder vom Landkreis finanziert bekommt, die Nachbarn aufgrund der Kilometerregelung aber nicht. Auch der Wechsel der Schüler von der sechsten in die siebte Klasse in die Oberschule Hilter führt dazu, dass die freie Busfahrt, dann für die Schüler kostenpflichtig wird. Davon sind einige Straßen in der Gemeinde betroffen. Viele Eltern haben für diese Regelung kein Verständnis und machten auch im Ausschuss ihrem Ärger Luft. „Wir können ihren Unmut verstehen, Ansprechpartner ist aber der Landkreis“, machte die Ausschussvorsitzende Christiane Rottmann (CDU) noch einmal deutlich. Die Gemeinde reißt sich zumindest nicht darum, die Kosten der Schulbeförderung zu übernehmen. „Die Gemeinde Hilter ist finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet“, sagte Ausschussmitglied Beate Krüger (CDU). Und auch der Landkreis weiß um die Kosten . „Schülerbeförderung ist eine teure Angelegenheit“, so Henning Müller-Detert, Sprecher vom Landkreis. „Bisher übernimmt der Landkreis in allen Kommunen die Schulbeförderung, es gibt keine Ausnahmen.“ Die Gemeinde Hilter will sich nun dafür einsetzen, dass die Satzung im Landkreis geändert wird und somit ein mögliches Entgegenkommen für die Eltern in der Gemeinde erbringt.


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