Wahlergebnisse Fehlender Pfarrgemeinderat: Lösung für Wellendorf in Sicht

Elisa steckt für die Mama den Wahlzettel in die Urne. Foto: Anke SchneiderElisa steckt für die Mama den Wahlzettel in die Urne. Foto: Anke Schneider

pep/asr Georgsmarienhütte/ Bad Iburg/Hilter. Die neuen Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der Kirchengemeinden in Hilter, Bad Iburg und GMHütte stehen fest. Lediglich in Wellendorf ist mangels Kandidaten kein neuer Pfarrgemeinderat gewählt worden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Kirchengemeinde nun gänzlich ohne Pfarrgemeinderat auskommen muss.

Die Situation in Wellendorf ist für alle Beteiligten neu. Noch nie kam es vor, dass kein Pfarrgemeinderat zustande kam. Beim Bistum Osnabrück hat man allerdings eine Idee, wie nun weiter verfahren werden kann. „Borgloh und Wellendorf haben einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat“, macht Franz-Josef Tenambergen, Geschäftsführer des Katholikenrates im Bistum, deutlich, dass Wellendorf ohnehin nicht ganz ohne Pfarrgemeinderat dasteht. Damit die St.-Barbara-Kirchengemeinde Wellendorf im Pfarrgemeinderat zumindest vertreten ist, werde nun aus dem Kirchenvorstand Wellendorf ein Mitglied in den Pfarrgemeinderat entsandt. Im Wesentlichen, so Tenambergen, müsste sich dann aber der Pfarrgemeinderat Gedanken über seine Zukunft machen und Wellendorf im Blick behalten. „Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, auch innerhalb der vierjährigen Amtsperiode weitere Mitglieder in den Pfarrgemeinderat einzuberufen, sodass das Gremium nach und nach aufgestockt werden kann.“

Der Kirchenvorstand (KV) ist für die Finanzen und für alle rechtlichen Belange innerhalb einer Kirchengemeinde zuständig; die Aufgabe des Pfarrgemeinderats (PGR) ist die Gestaltung des Gemeindelebens.

Nach übereinstimmender Aussage der zuständigen Wahlvorstände in den Pfarreiengemeinschaften in Georgsmarienhütte und Bad Iburg sind die Wahlen „gut und ohne Zwischenfälle gelaufen“, wie zum Beispiel Siegfried Licher von der Heilig-Geist-Gemeinde Oesede berichtet. Auch Martin Sellmeier aus Harderberg bestätigt: „Es hat alles reibungslos geklappt.“ In St. Antonius Holzhausen fiel der ungewöhnliche hohe Anteil an Briefwählern auf.

Bischof Franz-Josef Bode hatte zu einer starken Wahlbeteiligung aufgerufen. Eine hohe Wahlbeteiligung werde den gewählten Ehrenamtlichen den Rücken für die bevorstehende Arbeit stärken, meinte auch Siegfried Licher, der sich nach über 20 Jahren im Kirchenvorstand nicht mehr zur Wahl stellte.

Dennoch blieb die Wahlbeteiligung erwartungsgemäß im moderaten Bereich. Spitzenreiter war mit 21 Prozent die Gemeinde St. Antonius Holzhausen – hier gaben 501 der 2376 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Mit gut 16 Prozent liegt auch die St.-Jakobus-Gemeinde in Glane weit vorn. In Heilig Geist wählten von 1832 Wahlberechtigten 270 (14,7 Prozent). Weitere 32 Stimmen kamen dort nach dem Familienwahlrecht zustande, demzufolge Eltern für ihre unter 16-jährigen Kinder jeweils eine halbe Stimme abgeben können.

Wer kandidierte, wurde in der Regel auch gewählt, denn die Zahl der zu besetzenden Plätze war zumeist höher als die Zahl der Kandidaten. Eine Ausnahme bildete auch hier St. Antonius: Es hatten sich deutlich mehr Kandidaten bereitgefunden, als gewählt werden konnten.

Viele bewährte Kräfte haben sich nochmals zur Übernahme der Aufgaben bereit erklärt, sodass es fast allerorten einen Mix aus erfahrenen und neuen Mitarbeitern gibt. Das Bischöfliche Generalvikariat dankte allen scheidenden und bleibenden ehrenamtlichen Mandatsträgern für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte den Neuen, die jetzt etliche Informationsveranstaltungen erwarten, einen guten Start.