Seit 100 Jahren DRK-infiziert Ortsverein Borgloh-Wellendorf feiert Jubiläum mit vielen Gratulanten

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Hilter. Ehrenamtlich und uneigennützig versehen sie ihren Dienst für die Gemeinschaft – und das bereits seit 100 Jahren: Das Jubiläum ihres Ortsvereins feierten die Helfer des DRK Borgloh-Wellendorf am Freitagabend gemeinsam mit vielen Gratulanten in der Aula der Oberschule Borgloh.

„Ich bin halt DRK-infiziert!“ Das humorvolle Geständnis prangte unübersehbar auf einer der aufwendig gestalteten Collagen, die großformatig die Aula dekorierten. Und DRK-Infizierte finden sich in Borgloh und Wellendorf bereits seit 100 Jahren . Widmeten sich die ersten Helferinnen zunächst der Kriegskranken- und Wohlfahrtspflege, so reicht das Aufgabenspektrum des Ortsvereins heute von der Bereitschaft bei Veranstaltungen über Blutspendeaktionen und die Ersthilfe der Sanitäter vor Ort bis zum Katastropheneinsatz.

„Die Arbeit des DRK hat sich verändert“, blickte Ansgar Pohlmann, Vorsitzender des Kreisverbandes Osnabrück-Land, zurück auf Jahre des Wandels mit immer neuen Herausforderungen. Dabei bewältigte der Ortsverein erst im vergangenen Jahr einen der größten Einsätze seiner Geschichte: Rund 1600 Stunden lang waren die Helfer beim Hochwassereinsatz in Stendal im Einsatz. Im Verpflegungs- und Evakuierungszentrum versorgen sie bis zu 485 Bürger sowie zusätzlich bis zu 1500 Deichhelfer außerhalb des Zentrums.

„Ihr Einsatz ist mit Geld nicht zu bezahlen“, betonte Bürgermeister Marc Schewski, der eigens die Klausurtagung der Gemeinde unterbrach, um dem Ortsverein seinen Dank und seine Glückwünsche auszusprechen. Das Engagement des DRK sei aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. „Sie stehen an der Spitze des deutschen Bevölkerungsschutzes“, würdigte auch André Berghegger , Mitglied des Bundestages, als Festredner die Arbeit des DRK. Die Bürger nicht nur in Hilter, sondern deutschlandweit könnten sich auf das gut funktionierende Hilfeleistungssystem verlassen.

Dessen Rückgrat ist seit der ersten Stunde die ehrenamtliche Arbeit der Aktiven: „Als Bürger helfen Sie Bürgern“, hob Berghegger hervor. Damit seien die Helfer des Ortsvereins Vorbilder für die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft. Zu jenen, die bereitwillig ihre Freizeit opfern, um sich dieser Verantwortung zu stellen, gehört Hans-Ferdinand Bäune. Seit 50 Jahren ist er im Ortsverein aktiv. Mit einer Urkunde dankte ihm der Vorsitzende Holger Häntzschel für seinen langjährigen Einsatz.

Dank und Anerkennung galten auch Wilfried Wiesner für 40 aktive Jahre im Ortsverein. Holger Häntzschel selbst engagiert sich seit 35 Jahren im ehrenamtlichen Dienst. Im Jahre 2009 übernahm er zudem den Vorsitz von Manfred Hagemann, der sich zuvor 34 Jahre lang um die Leitung des DRK Borgloh-Wellendorf verdient gemacht hatte. Eine Urkunde für 30 Jahre im Ortsverein nahmen Peter Lüning und Thomas Karnstedt entgegen.

„Die Erfolgsgeschichte des Ortsvereins Borgloh-Wellendorf konnte nur so geschrieben werden, weil Menschen da sind, die sich über viele Jahre engagieren“, zeigte sich Bürgermeister Schewski überzeugt. Zu jenen, die von der Einsatzbereitschaft des DRK profitieren, gehören auch Vereine wie der TuS Borgloh und der MSC Osnabrück. Sie ließen es sich deshalb nicht nehmen, gemeinsam mit vielen anderen Vereinen zum Jubiläum zu gratulieren.


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