Kleine Veranstaltungsreihe Feier zum 90-Jährigen der St.-Barbara-Kirche Hilter

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„Dankt dem Vater mit Freude“: Unter diesem Motto feiert die Kirchengemeinde St. Barbara ihr 90-jähriges Bestehen. Zu Andacht und Festgottesdienst laden Helmut Wöbeking (links) und Dirk Raufhake vom Vorbereitungsteam ein. Foto: Petra Ropers„Dankt dem Vater mit Freude“: Unter diesem Motto feiert die Kirchengemeinde St. Barbara ihr 90-jähriges Bestehen. Zu Andacht und Festgottesdienst laden Helmut Wöbeking (links) und Dirk Raufhake vom Vorbereitungsteam ein. Foto: Petra Ropers

Hilter. Lang und vor allem im Winter überaus beschwerlich war einst für die katholischen Gläubigen aus Wellendorf der sonntägliche Kirchgang. Denn die Messe besuchten sie in der St.-Pankratius-Kirche zu Borgloh. Schon Anfang der 1890er Jahre kam deshalb der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus auf. Doch erst 1924 wurde mit der Weihe der St.-Barbara-Kirche in Wellendorf dieser Wunsch endlich Wirklichkeit.

„Dankt dem Vater mit Freude“, lautet das Motto der kleinen Veranstaltungsreihe , mit der die Kirchengemeinde in den kommenden Tagen ihr 90-jähriges Bestehen feiert. Den Auftakt macht eine kirchenmusikalische Andacht am Sonntag, 9. November. Ab 16 Uhr wirken in der St.-Barbara-Kirche die Kirchenchöre Wellendorf und Dissen-Bad Rothenfelde, der MGV Dütetal und die Dütetaler Blaskapelle mit.

Die jüngsten Gemeindemitglieder stehen im Mittelpunkt, wenn sich am Dienstag, 11. November, um 17.30 Uhr der traditionelle Martinsumzug am Kindergarten St. Barbara in Bewegung setzt. Den Höhepunkt der Jubiläumswoche bildet ein Festgottesdienst am Donnerstag, 13. November. Festlich geschmückt und bekränzt präsentiert sich dann die St.-Barbara-Kirche. Schließlich ist es auf den Tag genau 90 Jahre her, dass Bischof Wilhelm Berning das Gotteshaus einweihte.

Um 19 Uhr beginnt der Festgottesdienst, der unter der Mitwirkung des Kirchenchores das bedeutende Ereignis in Erinnerung ruft. „Düt un Dat ut Sankt Barbara“ verspricht anschließend im Karl-Leisner-Haus einen kurzweiligen Abend mit Geschichte und Geschichten, mit vielen Bildern, Berichten und unterhaltsamen Anekdoten aus 90 Jahren Gemeindeleben. Dabei zeigt sich unter der Moderation von Helmut Wöbeking : Gemeinde ist Gemeinschaft in Wellendorf.

So schlossen sich einst viele Wellendorfer mit ihren Spenden an den Kirchensammelverein der wiederholten Initiative der Familie Dütemeyer zum Bau eines Gotteshauses an. Geld- und Sachspenden kamen auch aus den umliegenden Gemeinden, sodass im Jahre 1922 endlich die Arbeiten an dem Gebäude beginnen konnten. Allerdings blieb die aus Ibbenbürener Sandstein errichtete Kirche aus Kostengründen zunächst ohne Turm.

Nur ein Stumpf wurde errichtet, um die aus Borgloh entliehene – und später gestiftete – Glocke aufhängen zu können. Erst 25 Jahre nach ihrer Weihe erhielt die St.-Barbara-Kirche einen vollständigen Turm. Auch für die Ausstattung der neuen Kirche spendeten die Gemeindemitglieder bereitwillig, was sie entbehren konnten – darunter Goldmünzen, die für den ersten Messkelch eingeschmolzen wurden.

90 Jahre später zieht die Wellendorfer Kirche mit bedeutenden Kunstwerken Besucher auch außerhalb der Gottesdienste an. Vor allem der Osnabrücker Bildhauer Ludwig Nolde hinterließ der St.-Barbara-Kirche mit der Madonna von 1925 und dem Taufstein seine künstlerischen Spuren. Ein besonderes Kleinod ist die Kopie der berühmten Stalingrad-Madonna von Kurt Reuber , deren Original sich in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet.

Die Kirchengemeinde selbst bewältigte seit ihrer Gründung viele Herausforderungen. Am gemeinsamen Engagement hat sich dabei bis heute nichts geändert. Und so sind alle Gemeindemitglieder und interessierten Besucher eingeladen, bei den Feiern zum runden Geburtstag dabei zu sein.


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