Die Sporthalle bebt Überschäumende Stimmung beim Oktoberfest in Hilter

Von Stefanie Preuin

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Hilter. Mit einem großen Holzhammer beginnt das imposante Schauspiel, das sich an diesem Abend zigmal wiederholen wird. Ausholen und der erste Schlag donnert auf den Zapfhahn, es spritzt, eine Frau juchzt auf, der zweite Schlag sitzt. Das Bier fließt. Ebenso aus allen weiteren Fässer, die beim 4. Oktoberfest in Hilter folgen. Rund 1100 Feierwütige zelebrierten die bayrische Gemütlichkeit im Südkreis.

Seit Dienstagabend malochte die Feuerwehr Hilter, um die Ulrich-Rau-Sporthalle in ein bayrisches Festzelt zu verwandeln. Seile wurden gespannt, blau-weiße Stoffbahnen gehängt und hundert Tische aufgebaut. „Firmen, Kegelclubs und Jugendgruppen haben reserviert“, erzählt Öffentlichkeitsbeauftragter Jan-Hendrik Lüne, „an jedem Tisch gibt es ein Fass, das die Gäste selbst anschlagen können.“ Einige Mitglieder der Feuerwehr Hilter bleiben an diesem Abend dem Fass fern, denn die Feuerwehr muss natürlich trotz „Prosit der Gemütlichkeit“ einsatzbereit bleiben. Aber auch ohne den richtigen Treibstoff im Blut schwappte die gute Laune schnell auf die Gäste und 70 ehrenamtliche Helfer über.

„Ich habe mir extra für heute Abend ein Dirndl gekauft“, berichtet Julia Hess aus Bad Rothenfelde. Das erste Mal sei sie beim Oktoberfest in Hilter und wollte passend gekleidet sein. Über die figurbetonte und bunte Tracht freute sich auch Marie Börheide: „Endlich können wir ein Dirndl tragen.“ Auf dem Oktoberfest in München sei sie noch nie gewesen, aber die Stimmung in Hilter sei unübertrefflich, so die Versmolderin.

Die elfköpfige Band „Die Heimatländer“ sorgte mit „Achy Breaky Heart“ schnell dafür, dass die Sitz- zur Stehbank wurde. Die Bläser kamen bei der „Vogelwiese“ zu ihrem großen Auftritt, da ließ der eine oder andere Gast seine Würstl-Semmel im Stich und stürmte die Tanzfläche. Jan und Corine Boon aus den Niederlanden waren zu ihrer Freundin Christin Bevermann-Müscher nach Bad Rothenfelde gereist. Die ließ es sich nicht nehmen, die zwei Niederländer in die deutsche Oktoberfest-Kultur einzuführen. „Ich bin Mister Oktoberfest in Holland“, so behauptete Jan Boon steif und fest.

Natürlich hatte die Musikkapelle aus Hessen auch Münchener Klassiker im Repertoire. „Im München steht ein Hofbräuhaus“ – ist ja klar „Oans, zwoa, g’suffa“, der Hahn wurde in Hilter noch lang nicht zugedreht, auch nicht auf dem Weg nach „Amarillo“.

Die Gaudi geht weiter: Alles zu den Oktoberfesten in der Region auf unserer Themenseite.


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