Erste Kita am Harderberg Krümel Monster in GMHütte setzt auf Marktlücke

Von Wolfgang Elbers

Private Großkinderpflege (von links): Julian Symanzik und Sebastian Reimer betreiben am Harderberg das „Krümel Monster“-Betreuungsangebot. Foto: Swaantje HehmannPrivate Großkinderpflege (von links): Julian Symanzik und Sebastian Reimer betreiben am Harderberg das „Krümel Monster“-Betreuungsangebot. Foto: Swaantje Hehmann

Georgsmarienhütte. Die Hüttenstadt zählt bei den Krippen- und Kindergartenangeboten zu den Kommunen, die mehr Plätze anbieten, als für die Abdeckung des gesetzlichen Anspruchs nötig wären. Doch die Nachfrage deckt das nicht. Aus diesem Grunde sehen Erzieher Julian Symanzik und Diplom-Heilpädagoge Sebastian Reimer den Bedarf für ein privates Betreuungsangebot und haben Anfang Juli am Harderberg die Großtagespflege „Krümel Monster“ eröffnet.

Nach den ersten drei Monaten sehen die beiden ihre Analyse bestätigt. Julian Symanzik: „Die Nachfrage ist da, denn wir bieten mit 5 bis 23 Uhr auch Randzeiten an, die von den Krippen- und Kita-Einrichtungen nicht abgedeckt werden.“ Der 26-Jährige und sein sechs Jahre älterer Geschäftspartner sind optimistisch: „Wir haben bereits für das kommende Jahr Anfragen von berufstätigen Eltern, die sonst nicht wissen, wo sie ihren Nachwuchs verlässlich unterbringen können.“

Rund zehn Kinder werden derzeit in den von Symanzik und Reimer gestalteten „Krümel Monster“-Räumen am Heideweg 38 betreut – vier der kleinen Besucher sind im Krippenalter, drei kommen nach den Kita-Zeiten, und dreimal handelt es sich um Grundschüler, die nachmittags hier bei den Hausaufgaben beaufsichtigt und gefördert werden. Der 32-jährige Reimer: „Unsere Vorteile sind die von frühmorgens bis spätabends reichenden Öffnungszeiten und dass wir aufgrund unserer bisherigen Berufserfahrungen ein breites Spektrum abdecken.“

Auf knapp 130 Quadratmetern bietet „Krümel Monster“ einen großen Aufenthaltsraum mit verschiedenen Spielbereichen sowie einen Schlafraum für unter Drei-Jährige, eine Küche und einen Außenbereich mit Schaukel und Rutsche. „Wir haben einiges investiert, damit die Kleinen sich hier wohlfühlen“, erklärt Symanzik, der am Harderberg aufgewachsen ist und zuletzt in Osnabrück in einer kirchlichen Einrichtung als Kita-Leiter gearbeitet hat, zu den umfangreichen Umgestaltungsarbeiten in den früher als Ladenlokal oder Fahrschule genutzten Räumen. Zum „Krümel Monster“-Service gehört auch ein Abholservice – wenn dies von den Eltern gewünscht wird.

Die beiden Betreiber arbeiten auf der gleichen Basis wie Tagesmütter, nehmen wegen der Extra-Räumlichkeiten und Qualität der Ausbildung aber zusätzlich einen Euro für die Kinderbetreuung. Maximal zehn kleine Gäste können sie aufgrund der gesetzlichen Vorgaben parallel betreuen sowie höchstens 16 Einrichtungsnutzer am Tag. Symanzik: „Wir setzen darauf, dass wir aufgrund der Flexibilität, die wir bieten, vor Ort eine Alternative für alle Eltern sind, deren Betreuungswünsche durch die Zeiten der Kindertagesstätten nicht abgedeckt werden können.“