„Rund ümme Hilter“ Anwandern auf der aufgefrischt Wanderroute in Hilter

Von Carolin Hlawatsch


Hilter. Eigentlich gibt es ihn schon seit den Siebziger Jahren, aber nun wurde er mit neuen Markierungen, Bänken und erweiterten Routen ausgestattet: Der 38 Kilometer lange Wanderweg „Rund ümme Hilter“. Mehr als 40 Wanderfreudige trafen sich am Samstagvormittag zum Anwandern des Weges mit dem markanten Plattdeutschen Namen. Vom Parkplatz in Wellendorf brachte ein Bus sie zum Schützenhaus in Natrup-Hilter.

Dort brachen sie zu einer 9,5 Kilometer langen Tour auf, die eine der drei Weg-Etappen darstellt.

„Warum drei Tannen und warum der plattdeutsche Name?“, fragen sich viele, die „Rund ümme Hilter“ wandern. Ulrich Rüter, Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Hilter, der das Anwandern leitete, gab Aufschluss: Zum einen würden die Tannen auf das waldreiche Gebiet um Hilter deuten, zum anderen stehen sie für die drei Gemeinden Hankenberge, Hilter und Borgloh, die 1972 zur großen Gemeinde Hilter zusammen gebracht wurden. Hankenberges Bürgermeister Heinrich Vorwald legte damals mit seinen Mitstreitern den Weg an. „Er sprach ausschließlich Plattdeutsch. Deswegen nannte er die Route „Rund ümme Hilter“, erklärt Rüter. „Eigentlich hat man von hier eine Aussicht bis ins Münsterland, bis zu den Baumbergen bei Coesfeld, ja man kann sogar bis zum Sauerland gucken“, schwärmte er, als er die Gruppe von Natrup Richtung Spannbrink hinauf führte.

Das diesige Wetter nahm allerdings die Sicht, konnte jedoch keinem der Teilnehmer die Laune verderben. „Es ist toll, dass wir in Hilter noch immer wieder neue Ecken entdecken können, obwohl wir schon 20 Jahre hier leben“, freuten sich Andrea und Bernhard Kleine-Albers, die sich mit der Tour zudem auf ihre Wanderreise nach Madeira vorbereiteten. Auch die Wanderprofis Matthias und Susanne Guder von der Bergschule Osnabrück hatten sich der Gruppe angeschlossen. Sie erlebten einmal mehr, dass es im Teutoburger Wald mit seinen Steigungen viele Möglichkeiten gibt Bergsport zu betreiben.

Ulrich Rüter stoppte an einer Weggabelung. Hier zeigte die Markierung nicht nur die drei grünen Tannen, denen die Gruppe folgte, sondern auch eine rote Tanne. „Die rote Tanne deutet auf zwei Rundwanderrouten, auf die man alternativ ausweichen kann“, erklärte er. Weiter ging es den grünen Tannen nach. „Wanderer haben immer wieder Stellen im Rathaus gemeldet, an denen nicht klar war, wo es lang geht. Diese Undeutlichkeiten wurden nun mit weiteren Schildern beseitigt“, sagte Bürgermeister Marc Schewski. Mit rund 15000 Euro
finanzierte die Gemeinde Hilter über 100 Markierungen, 35 Pfosten und sechs neue Bänke auf dem Wanderweg. Nach knapp vier
Stunden erreichte die gruppe ihren Ausgangsort Wellendorf.