Hilfe für Sierra Leone Gemeinderallye in Borgloh für den guten Zweck

Von Danica Pieper

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Rund 70 Sportler aller Altersklassen nahmen an der diesjährigen Gemeinderallye der Hilteraner Sportvereine teil. Foto: Danica PieperRund 70 Sportler aller Altersklassen nahmen an der diesjährigen Gemeinderallye der Hilteraner Sportvereine teil. Foto: Danica Pieper

Hilter. Drei Fliegen mit einer Klappe schlugen TuS Borgloh, TuS Hilter und SG Hankenberge-Wellendorf bei der diesjährigen Gemeinderallye in Borgloh: Die etwa 70 Teilnehmer konnten gemeinsam Sport treiben, miteinander ins Gespräch kommen und dabei noch Gutes tun. Mit dem Erlös der Rallye unterstützen die Sportvereine den Borgloher Ole Hengelbrock, der zurzeit für den Verein „Cap Anamur“ in Sierra Leone tätig ist.

„Es ist schön zu sehen, dass so viele Leute sich einen Ruck gegeben haben“, erklärte TuS Borgloh -Vorsitzender Wilfried Hinrichs angesichts der rund 70 Teilnehmer, die sich am Borgloher Schützenhaus versammelt hatten. Zum dritten Mal hatten TuS Borgloh, TuS Hilter und SG Hankenberge-Wellendorf zur gemeinsamen Rallye eingeladen. Die Idee war 2011 entstanden, als in der Gemeinde die Diskussion aufkam, warum die verschiedenen Ortsteile auch 40 Jahre nach der Gebietsreform noch nicht enger zusammengewachsen sind.

Ziel der Organisatoren ist es, den Hilteranern die Möglichkeit zu geben, sich beim gemeinsamen Sport über Vereins- und Ortsgrenzen hinweg besser kennenzulernen. „Es macht ja auch mehr Spaß, sich in der Gemeinschaft sportlich zu betätigen“, so Hinrichs.

Bei der Rallye hatten die Teilnehmer die Wahl zwischen Radfahren, Laufen und Wandern. Beim Radfahren und Laufen konnten sich die Sportler zwischen einer langen Strecke von 35 beziehungsweise 15 Kilometern und einer kurzen Strecke von zehn beziehungsweise fünf Kilometern entscheiden. Für die Wanderer hatte Klaus Heinzmann, Wanderwart des Borgloher Heimatvereins, eine sieben Kilometer lange Tour ausgearbeitet. Alle Routen waren so angelegt, dass sie die Sportler durch Borgloh führten, aber auch die anderen Gemeindeteile einbezogen. Nach zwei Stunden kehrten die Teilnehmer ins Schützenhaus zurück, wo Kaffee, Kuchen, Bier und Würstchen auf sie warteten. Die Borgloher Schützen boten zudem an, sich im Schießen zu versuchen.

Der Erlös der Rallye kommt dem Straßenkinderprojekt des Borglohers Ole Hengelbrock zugute, der zurzeit für den Verein „Cap Anamur“ in Sierra Leone arbeitet. „Er hat hier früher Fußball gespielt und ist dem Verein immer noch verbunden“, erklärte Hinrichs. Das Projekt will obdachlosen Kindern eine Ausbildung und damit eine Zukunft verschaffen, doch Hengelbrocks Bemühungen werden durch das Ebola-Virus erschwert, das sich in dem westafrikanischen Land ausbreitet. Der TuS-Vorsitzende: „Er hat keinen leichten Stand.“


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