Ausbildung Oberschule Hilter kooperiert mit Gasthaus

Von Stefanie Preuin

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Der Kooperationsvertrag ist unterschrieben, im Kiosk freuen sich: v.l. Noah (14), Alexander (18), Alexandra (16), Jonas (17), Henrik Dartmann (IHK), Reinhardt Wüstehube (Schulleiter) und Anne Thiemeyer (Gasthaus Thiemeyer). Foto: Stefanie PreuinDer Kooperationsvertrag ist unterschrieben, im Kiosk freuen sich: v.l. Noah (14), Alexander (18), Alexandra (16), Jonas (17), Henrik Dartmann (IHK), Reinhardt Wüstehube (Schulleiter) und Anne Thiemeyer (Gasthaus Thiemeyer). Foto: Stefanie Preuin

Hilter. Die Oberschule Hilter arbeitet in Sachen Ausbildung ab sofort mit dem Gasthaus Thiemeyer zusammen. „Wir freuen uns, wenn wir eine Kooperation über die Straße hinweg eingehen können“, erklärt Schulleiter Reinhardt Wüstehube. Er vereinbarte mit Anne Thiemeyer vom Gasthaus Thiemeyer, das nur ein paar Schritte entfernt von der Oberschule liegt, und Henrik Dartmann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine enge Zusammenarbeit.

„Das Projekt ist eine gute Chance für beide Seiten“, zeigte sich Henrik Dartmann überzeugt. Die Schüler können sich im Beruf ausprobieren und gehen nicht unvorbereitet in eine Ausbildung. Die Unternehmen werden dadurch bei der Besetzung ihrer Lehrstellen unterstützt. Vor der Unterzeichnung hatte Anne Thiemeyer schon ihren ersten Vortrag über Kommunikation im Gastgewerbe vor den Schülern gehalten. In den kommenden Wochen folgen dann Beiträge zu Lagerhaltung und Hygiene, aber auch Besichtigungen von großen Hotels und Lebensmittel-Firmen.

Innerhalb des Projektes „Schule-Wirtschaft“ wird Anne Thiemeyer zudem der Schülerfirma „Kiosk 2.0“ beratend zur Seite stehen. Auch in diesem Projekt lernen Schüler, kaufmännisch zu denken. Während der zweijährigen Teilnahme durchlaufen Schüler der 9. und 10. Klasse meist drei Abteilungen. Dabei können sie wählen zwischen dem Produktmanagement, das sich um die Vorräte kümmert, der Buchhaltung, die Kalkulation und Kasse im Blick hat, oder auch dem Marketing, das Umfragen in Klassen veranstaltet, um so den Mitschüler den passenden Pausensnack servieren zu können. Ralf Ackermann, Konrektor und Betreuer des Projektes, sagt: „Wir arbeiten wie ein kleines Unternehmen.“

Die 16-jährige Schülerin Alexandra schätzt die Einnahmen auf ein paar Hundert Euro die Woche und ihr Mitschüler Jonas, angehende Fachkraft für Lebensmitteltechnik, ergänzt: „Alles muss vom Taschengeld bezahlbar sein. Wir müssen auf die Preise achten.“ Falsche Kalkulation, zum Beispiel vor den Ferien, kann sich die Schülerfirma nicht leisten.

In Sachen Ausbildung ist Schulleiter Wüstehube wichtig, dass die Experten etwa für Vorträge von außen kommen. So können die Schüler aus erster Hand erfahren, wie es im Gastgewerbe läuft.

Anne Thiemeyer zeigte sich überzeugt von diesem Ansatz: „Mit einem guten Einstieg in die Arbeitswelt können wir dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken.“


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