Native-speaker-Projekt Oberschule Hilter: Englisch mit Muttersprachlern

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Hilter. Englisches Schultheater ist inzwischen weit verbreitet, aber mit einer Sprach-Erlebniswoche, in deren Verlauf die Schüler nur Englisch sprechen, geht man an der Oberschule Hilter in Borgloh einen großen Schritt weiter.

Die Ergebnisse dieses Projekts stellten 45 Schüler des achten Jahrgangs ihren Mitschülern in der Aula vor. Da gab es eine dynamische Dating-Show à la Herzblatt ebenso wie eine anschauliche Dokumentation der Projektwoche. Und in einer lustigen Casting-Show konnten Mitschüler ihre Drummer-Qualitäten und ihr Gesangstalent unter Beweis stellen.

„Das war echt gut und hat viel Spaß gemacht“, zeigt sich Nikolas Werries begeistert. Chantal Müller und Nele Schlentzek finden, dass sie nicht nur viel gelernt, sondern jetzt auch mehr Mut haben, sich auf Englisch zu äußern. Damit bestätigen die drei die Erwartungen, die sich nach den guten Erfahrungen des Vorjahres wieder an die „Native-Speaker-Woche“ des Lingua-Project geknüpft haben.

Mit Unterstützung der Muttersprachler, der Native Speakers Jeff Cobb aus Boston, John Montalto aus New York und Chester Travis aus Neuseeland, hatten die Realschüler in drei Kleingruppen die Möglichkeit, ihre mündlichen Englischkenntnisse geradezu spielend zu verbessern.

Während sie sich von Montag bis Freitag in täglich sechs Schulstunden mit angenehmen Dingen wie Sport und Spielen beschäftigten, sprachen sie ausschließlich Englisch. Kickball, die Herstellung von Chocolate-Chip-Cookies, den typisch amerikanischen Schokoladenplätzchen, sowie eine „town-tour“, bei der die Schüler ihren Gästen Borgloh und seine Sehenswürdigkeiten auf Englisch nahebrachten, bereiteten allen Beteiligten Vergnügen.

„Wenn man Spaß hat, lernt man am leichtesten“, erklärt Jeff Cobb das Erfolgsrezept, mit dem er die Kinder zum Sprechen bringt. Und Birgit Ravior, die Fachleiterin für Englisch an der Oberschule Hilter, unterstreicht: „Ein ganz großer Vorteil dieser Woche ist es, dass die Schüler völlig stressfrei, ohne korrigiert oder bewertet zu werden, die Kommunikationskraft der englischen Sprache erleben.“

Es gebe keinen Leistungsdruck, wohl aber die Notwendigkeit, sich verständlich zu machen, da die drei Native Speakers kein Deutsch sprächen. Damit werde auch der Grundstein für eine „exzellente Vorbereitung“ auf die mündlichen Abschlussprüfungen am Ende der Schulzeit gelegt. Dieses Argument überzeugt auch die Eltern, die trotz Unterstützung durch den schulischen Förderverein jeweils 80 Euro für das Projekt bezahlen. Schulleiter Reinhardt Wüstehube möchte die Sprach-Erlebnis-Woche als Teil des Schulprogramms dauerhaft anbieten.


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