Analysen emotionaler Minenfelder Höfer begeistert Publikum in der Borgloher Oberschule

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Mit Humor und Scharfsinn bot Carsten Höfer in der Oberschule Borgloh praxiserprobte Lösungsansätze für die Partnerschaft. Foto: Petra RopersMit Humor und Scharfsinn bot Carsten Höfer in der Oberschule Borgloh praxiserprobte Lösungsansätze für die Partnerschaft. Foto: Petra Ropers

Hilter. Sie sind auf den Straßen des Alltags erprobt, haben den ersten Härtetest bereits hinter sich. Der Lack ist an manchen Stellen vielleicht etwas ramponiert. Doch dafür brauchen sie nicht erst vorsichtig eingefahren zu werden, sondern können gleich Vollgas geben: „Gebrauchte Männer lieben besser!“, stellte Carsten Höfer in umfangreichen Studien fest. Seine bahnbrechenden Erkenntnisse teilte er am Samstag mit einem begeisterten Publikum in der Oberschule Borgloh. umfangreichen Studien fest. Seine bahnbrechenden Erkenntnisse teilte er am Samstag mit einem begeisterten Publikum in der Oberschule Borgloh.

In Borgloh ist es längst kein Geheimnis mehr: Ein Abend mit Carsten Höfer erspart jede Paartherapie. Schließlich erforscht der Gentleman-Kabarettist aus Münster seit Jahren mit Einfühlungsvermögen und Scharfsinn die tückischen Untiefen im Verhältnis von Mann und Frau. Seine tiefgründigen Analysen haben in Borgloh bereits eine unverbrüchliche Fangemeinde: Zum dritten Mal sorgte Höfer auf Einladung des Fördervereins der Oberschule für ein ausverkauftes Haus.

Aufklärung tut not. Denn emotionale Minenfelder lauern meist gerade dort, wo niemand sie vermutet. In einem ebenso eloquenten wie launigen Redemarathon bot Carsten Höfer deshalb praxiserprobte Lösungsansätze für eine konfliktärmere Partnerschaft. Und dafür brauchte er das Rad nicht einmal neu zu erfinden. Schließlich gibt es eine stetig wachsende Zahl staatlich geprüfter Secondhand-Männer, die sich bereits durch alle denkbaren Minenfelder hindurchgekämpft haben.

Der Geburtstag gehört da noch zu den eher klassischen Problembereichen. Denn Enttäuschungen beim Auspacken der Geschenke sind mit ein wenig Basiswissen ganz leicht zu vermeiden. „Alles, was einen Stecker hat, ist schon mal gut“, lautete dabei die oberste Grundregel für seinen Geburtstag. Aber Vorsicht: Wenn Mann glaubte, er könnte diese Regel umgekehrt auch auf seine Liebste anwenden, sah er sich schon bald getäuscht. Denn für ihren Geburtstag gilt: „Alles, was einen Stecker hat, ist brandgefährlich!“

Er hasst Überraschungen und liebt das Praktische. Das macht die Suche nach dem passenden Geschenk relativ leicht. Bei ihr sieht das schon ganz anders aus. Schließlich erwartet sie, dass er ihre geheimen Wünsche erahnt und zum Geburtstag ganz überraschend erfüllt. Klingt kompliziert und ist es auch. Denn dafür muss Mann schon das ganze Jahr über das „Geschenkeoptionslämpchen“ im Stand-by-Modus halten und das Ohr für den Subtext unter ihren beiläufigen Anmerkungen schärfen.

Überhaupt – der Subtext: Er schiebt sich als emotional Rat suchende Ebene unter die oberflächlich geäußerten Fakten und sorgt dafür, dass ein scheinbar unverfängliches Gespräch für den ungeübten Firsthand-Mann schnell in eine Katastrophe ausarten kann. Wie gut, dass es auf dem freien Markt immer mehr Secondhand-Männer gibt, die im Entschlüsseln weiblicher Kommunikation geübt sind. Aus ihrem Fundus zauberte Höfer den wohl wichtigsten Ratschlag des Abends hervor: Fast jedes Minenfeld lässt sich mit Humor entschärfen.

Und an dem ließ es der Kabarettist nicht fehlen – sehr zur Freude seiner Fans, die mit Lachtränen in den Augen und jubelndem Beifall den Beinahe-Borgloher feierten.


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