Vorbild für Verkehrsteilnehmer Oberschule Hilter bildet neue Schülerlotsen aus

Von Barbara Müller

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Die neuen Schülerlotsen aus den achten Klassen der Oberschule Hilter nehmen schon mal Aufstellung. Angefeuert werden sie dabei von Konrektor Ralf Ackermann, Hans-Hermann Overholthaus von der Verkehrswacht Borgloh, Lehrerin Angelika Göttgens, die die Verkehrshelfer betreut, und Wilfried Bury, Präventionsbeauftragter bei der Polizei. Foto: Hermann PentermannDie neuen Schülerlotsen aus den achten Klassen der Oberschule Hilter nehmen schon mal Aufstellung. Angefeuert werden sie dabei von Konrektor Ralf Ackermann, Hans-Hermann Overholthaus von der Verkehrswacht Borgloh, Lehrerin Angelika Göttgens, die die Verkehrshelfer betreut, und Wilfried Bury, Präventionsbeauftragter bei der Polizei. Foto: Hermann Pentermann

Borgloh. Eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn stehen die Schülerlotsen an Kreuzungen oder gefährlichen Übergängen, um vor allem die kleinsten Verkehrsteilnehmer sicher über die Straße zu geleiten. So auch in Borgloh: Gerade sind wieder 15 Schüler aus den achten Klassen der Oberschule Hilter zu Verkehrshelfern ausgebildet worden.

„Seit Einführung dieses Dienstes vor vier Jahren haben wir keine Mühe, genug geeignete Schüler zu finden“, sagt Konrektor Ralf Ackermann, und seine Kollegin Angelika Göttgens, die zurzeit die Schülerlotsen betreut, ergänzt: „Vielleicht liegt das auch am Engagement der Zehntklässler, die eigenständig in den achten Klassen Werbung für diese Aufgabe betreiben.“ Diese Zahlen sprechen für sich: 16 Schüler aus den neunten Klassen sind Schülerlotsen, 14 gibt es im zehnten Schuljahr. Diese scheiden turnusgemäß Anfang des zweiten Halbjahrs aus, um sich ganz den Vorbereitungen für ihren Abschluss zu widmen. An ihre Stelle treten dann die Neuen.

Einen Vormittag lang hat Wilfried Bury, Präventionsbeauftragter der Polizei, die Achtklässler auf ihre neue Aufgabe in Theorie und Praxis vorzubereiten. Verkehrsregeln und Berechnungen des Bremsweges eines Fahrzeugs gehören unter anderem dazu. Vor Ort werden an den Straßenkreuzungen typische Gefahrenquellen studiert. Bury: „Dabei achten unsere Kandidaten besonders auf das Verhalten der älteren Schülerlotsen.“ Dann wird Seite an Seite mit den „Diensthabenden“ der Ernstfall geprobt. Nach Burys Angaben hat es keinen schweren Unfall mehr an den Kreuzungen gegeben, an denen Schülerlotsen Dienst tun.

Die örtliche Verkehrswacht rüstet die Schülerlotsen mit Schutzwesten, Mützen, Kellen und einem Taschenkalender aus. Darin wird gegebenenfalls das Kennzeichen eines rüpelhaften Autofahrers notiert, das über die Schulleitung an die Polizei weitergegeben wird.

Das Ehrenamt kann auch für die berufliche Zukunft vorteilhaft sein. Arbeitgeber legen nach Ackermanns Auskunft Wert auf Auszubildende, die Verantwortungsbewusstsein und Engagement in jungen Jahren bewiesen haben. Den Zuverlässigsten unter den Schülerlotsen winkt eine weitere Auszeichnung: „Unsere Verkehrshelfer vergeben einmal im Jahr Punkte für vorbildliches Verhalten der Kollegen“, sagt Ackermann, „wer die meisten Punkte erreicht, darf am zweitägigen Landes- oder Bundeswettbewerb der Schülerlotsen teilnehmen“. So gewann Sara Barz aus Borgloh 2012 auf Landesebene und belegte beim Bundeswettbewerb den zweiten Platz. Christina Holtgreife wurde im vergangenen Jahr Drittbeste beim Landeswettbewerb.


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