„Schule mit Weitblick“ Gelungener Start der Oberschule in Hilter

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Als „Schule mit Weitblick“ sehen Schulleiter Reinhardt Wüstehube (rechts) und Bürgermeister Marc Schewski die neue Oberschule Hilter. Foto: Petra PieperAls „Schule mit Weitblick“ sehen Schulleiter Reinhardt Wüstehube (rechts) und Bürgermeister Marc Schewski die neue Oberschule Hilter. Foto: Petra Pieper

Hilter. Gut gestartet mit zwei Klassen 5 ist die neue Oberschule Hilter an der Schulstraße in Borgloh, berichtete Schulleiter Reinhardt Wüstehube am Dienstag Bürgermeister Marc Schewski, der „nach den ersten 100 Tagen“ der Schule einen Besuch abstattete. Als „Schule mit Weitblick“ will die Oberschule nicht nur die schöne Aussicht auf die Borgloher Schweiz genießen, sondern vor allem den schulischen und beruflichen Lebensweg der Schüler in den Blick nehmen.

Während die Jahrgänge 6 bis 10 auslaufend weiterhin als Realschulklassen geführt und die letzten Jahrgänge der Hauptschule in der Süderbergschule unterrichtet werden, besuchen die Jüngsten – sofern sie nicht zum Gymnasium wechseln – nach der Grundschule gemeinsam die Oberschule. Das bedeutet, dass für sie die Laufbahnentscheidung länger offenbleibt und sie sich noch nicht auf einen bestimmten Schulabschluss festlegen.

Der Unterricht wird – zumindest in Klasse 5 – jahrgangsbezogen erteilt, alle Schüler werden nach dem gleichen Lehrplan unterrichtet. Erst ab Klasse 6 soll in Englisch und Mathematik nach Kursen auf grundlegendem oder erhöhtem Niveau differenziert werden, in Klasse 7 auch in Deutsch und den Naturwissenschaften.

Aber die Schüler bleiben stets in ihrer Klassengemeinschaft und können in dem einen Fach im G-Kurs und im anderen Fach im E-Kurs lernen. Auch ist ein Wechsel zwischen den Kursen halbjährlich möglich. Davon verspricht man sich eine gezieltere Förderung aller Schüler und eine Zunahme sozialen Lernens. Schon heute könne ansatzweise beobachtet werden, dass stärkere Schüler schwächere unterstützten: „Wir haben in diesem Schuljahr das Doppelstundenmodell eingeführt und erleben nun Unterrichtsphasen ohne Zeitdruck, in denen auch vermehrt Partner- und Gruppenarbeit stattfindet“, berichtet der Schulleiter. Große Unterschiede zur Realschulzeit seien bislang nicht aufgefallen. „Die neuen Schüler sind nett und freundlich; lediglich einige brauchen etwas mehr Zeit für ihre Arbeiten.“ Ein Drittel sei mit einer Hauptschulempfehlung gekommen, die anderen mit Realschul- oder Gymnasialempfehlung.

Dank der Zweizügigkeit, die den demografischen Zahlen zufolge auf Jahre hinaus gesichert sei, bleibe die Oberschule mit derzeit 270 Schülern in 12 Klassen und 20 Lehrern eine überschaubare Schule, „in der man einander kennt“, so Wüstehube. „Dennoch bieten wir alle zur Differenzierung erforderlichen Fächer, Profile und Wahlpflichtangebote inklusive Französisch an“, betont er. Die Lehrkräfte seien zu über 90 Prozent examinierte Realschullehrer, die seit diesem Schuljahr auch Förderunterricht im Ganztagsbereich erteilen.

Die Überschaubarkeit und das freiwillige Ganztagsangebot finde er sympathisch, sagte Bürgermeister Schewski, vor allem aber überzeuge ihn die große Durchlässigkeit, die „bis auf das Abitur praktisch jedem Schüler jeden Schulabschluss zwischen dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und dem erweiterten Sekundarabschluss I ermöglicht“. Die Oberschule sei „das Schulmodell der Zukunft“, mit 17 Oberschulen im Landkreis befinde sich Hilter „in guter Gesellschaft“.


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