Blühende Landschaften Wie der Verein „875 Jahre Hilter“ einen Umweltpreis abräumte

Preisgekrönter Klimaschutz:  Bürgermeister Marc Schewski, Henning Schulte-Uffelage und Rainer Oesting. Foto: Gemeinde HilterPreisgekrönter Klimaschutz: Bürgermeister Marc Schewski, Henning Schulte-Uffelage und Rainer Oesting. Foto: Gemeinde Hilter

Hilter. Tue Gutes. Rede darüber. Und vielleicht wird ja sogar in der Zeitung darüber berichtet. Das wissen auch Unternehmen: Seit 1995 vergibt RWE beziehungsweise dessen Öko-Ausgründung Innogy einen Klimaschutzpreis. Jetzt erhielt der Verein „875 Jahre Hilter“ die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung. Was muss man eigentlich tun, um in die lange Reihe der Preisträger aufgenommen zu werden?

Wie der Name des Preises es vermuten lässt: Etwas mit Klima und Umwelt sollte es schon sein. Der Verein „875 Jahre Hilter“ hatte im Rahmen des Jubiläumsfestes die Aktion „Hilter blüht auf“ ins Leben gerufen. An den Ortseingängen und Zufahrtsstraßen wurden Blumenmischungen eingesät, an etlichen Äckern entstanden drei Meter breite Blühstreifen, insgesamt auf einer Länge von mehr als fünf Kilometern.  

„Die vielen Blühstreifen waren das Markenzeichen des Jubiläumsfestes. Das Motto „Hilter blüht auf“ hat dazu beigetragen, neue Flächen für Insekten und Bienen als Lebensraum und zur Nahrungsaufnahme zu schaffen“, wird das Engagement in einer Pressemitteilung gewürdigt. 

Hochachtung und Wertschätzung

Übergeben wird der Klimaschutzpreis von Bürgermeister Marc Schewski gemeinsam mit Innogy-Kommunalmanager Rainer Oesting. „Jede Initiative für den Umweltschutz verdient unsere Hochachtung und Wertschätzung. Gerade das Umweltschutz-Engagement geschieht oft im Verborgenen“, so Oesting.

Und wie kommt man nun an so einen Preis? „Mit dem Innogy-Klimaschutzpreis können wir das lokale Engagement von Bürgern und Vereinen unterstützen und andere inspirieren, sich ebenfalls für den Umweltschutz zu engagieren“, wird Pojektleiterin Stefanie Samedi auf der Innogy-Website zitiert. 

So geht es

Dort werden auch die Regeln erklärt: Wer mitmachen möchte, solle bei der Kommune anfragen, ob sie den Klimaschutzpreis mit Innogy ausloben möchte. Falls ja, könne bei der Kommune eine formlose Bewerbung mit Projektbeschreibung eingereicht werden, lädt das Unternehmen zum Mitmachen ein. Welche Aktionen gefördert werden und wie der Förderbetrag auf die einzelnen Projekte aufgeteilt wird, darüber entscheidet eine Jury. Voraussetzung ist allerdings, dass die Initiative gemeinnützig ist. Ansonsten lässt das Regelwerk viel Interpretationsspielraum und gibt der Kommune so die Möglichkeit, mit zu entscheiden, welches Engagement gewürdigt wird. Seit 1995 wurden laut Innogy bundesweit über 6000 Projekte ausgezeichnet.

Klaviatur des Preiseabräumens

Wer also gute Arbeit leistet und die Klaviatur des Preiseabräumens beherrscht, kann neben Urkunde und Anerkennung auch Mittel für die weitere Arbeit einwerben. Zwei Beispiele: Die vom Westerkappelner Friedhelm Scheel angeleitete Arbeitsgemeinschaft Natur der Mettinger Kardinal-von-Galen-Schulen konnte sich im Jahr 2010 mit sechs Auszeichnungen schmücken, insgesamt waren es 15 zum Teil hochkarätige Umweltpreise in nur sechseinhalb Jahren.

Und auch die ebenfalls von Scheel koordinierte AG Naturschutzjugend der ANTL hat im Laufe der Jahre mehr als zwei Dutzend Auszeichnungen gesammelt.

Zähle die Namen

Engagement lohnt sich also. Nicht nur für Vereine wie "875 Jahre Hilter". Auch für Innogy: Der Unternehmensname wurde im Text sieben Mal genannt. Und auch RWE wurde zwei mal erwähnt.


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