Facettenreiche Kunst im Garten Kunstkreis Georgsmarienhütte lädt am Sonntag ein

Auf viele interessierte Besucher bei der Gartenausstellung freuen sich Anni Hagemann, Gastgeber Gerd Bollmer und alle beteiligten Künstler. Foto: Petra RopersAuf viele interessierte Besucher bei der Gartenausstellung freuen sich Anni Hagemann, Gastgeber Gerd Bollmer und alle beteiligten Künstler. Foto: Petra Ropers

Hilter/Georgsmarienhütte. Bilder zwischen Blüten, Kunstobjekte inmitten von verschwenderischem Grün und kreative Überraschungen hinter jeder Ecke: „Kunst im Garten“ präsentiert der Kunstkreis Georgsmarienhütte am Sonntag, 25. August, in Hankenberge.

Ab 11 Uhr öffnet Kunstkreis-Mitglied Gerd Bollmer sein Gartentor im Düteweg 28a – für seine Künstler-Kollegen, die mit ihren Werken die grüne Oase in ein Ausstellungsgelände verwandeln, und für alle an Kunst, Garten oder beidem interessierten Besucher. Im Kunstkreis Georgsmarienhütte haben die Gartenausstellungen gute Tradition: Die Gärten wechseln. Die Begeisterung für die anregende Verbindung von Kunst und Natur bleibt.

„Die Gärten sind ganz unterschiedlich gestaltet“, erklärt der Vorsitzende des Kunstkreises, Helmut Lücke. „Deshalb sind diese Ausstellungen von besonderem Reiz für alle Beteiligten.“ Und nicht nur für sie. Auch die Besucher gehen gerne auf Entdeckungstour. In Hankenberge präsentieren ihnen 14 Künstler zwischen Sträuchern, Bäumen und Rabatten ihre Werke. Gemälde in Öl, Aquarell oder Acryl, Zeichnungen, Fotografien, Arbeiten aus Holz, Keramik oder Stein: Ganz unterschiedliche Arbeiten fügen sich in das naturnahe Flair des Gartens ein.

Einen unübersehbaren Blickfang bilden dabei die Großskulpturen des Gastgebers Gerd Bollmer. Vornehmlich Ibbenbürener Sandstein verwendet der vielseitig interessierte Künstler in seinen bildhauerischen Arbeiten – ein Material, das ihn mit seiner Maserung reizt und seiner, dem Marmor ähnelnden Härte herausfordert. Im Jahre 1990 erhielt Bollmer aufgrund besonderer Begabung einen der begehrten Studienplätze für Kunst in Osnabrück. Die Bildhauerei stand damals allerdings noch nicht in seinem Fokus. Stattdessen machte er seinen Abschluss in Fotografie und Druckgrafik.

Erst über die Sommerakademie in Borgholzhausen kam er zur Stein- und auch zur Holzbildhauerei. Seither ist seine Faszination für die natürlichen Materialien ungebrochen. Davon zeugt auch der Garten rund um das Fachwerkhaus im Düteweg: Da reckt sich die hölzerne „Tänzerin“ mit einer anmutigen Bewegung gen Himmel. Figuren lösen sich aus hartem Stein, ohne sich jemals in vollständiger Körperlichkeit zu zeigen. Stattdessen bleiben natürliche Linien erhalten, während das Wechselspiel aus geschliffenen und naturbelassenen Partien dazu auffordert, immer neue Blickwinkel einzunehmen.

Doch Gerd Bollmers künstlerisches Interesse hat viele Facetten. Und die Fotografie nimmt bis heute einen wesentlichen Teil seines Schaffens ein. Auf Perspektiven, Bildaufbau und Haptik liegt dabei das Augenmerk des Fotografen. So verleiht etwa edles Büttenpapier den Fotografien eine fast dreidimensionale Tiefe und Struktur. Seit zwei Jahren ist der Hilteraner auch Mitglied im Kunstkreis Georgsmarienhütte. Zusammen mit allen Ausstellern freut er sich nun auf viele Besucher.

Bis 18 Uhr lädt die Gartenausstellung dazu ein, das Zusammenspiel von Natur und facettenreicher Kunst zu genießen, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen und vielleicht das eine oder andere Werk zu erwerben.


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