Ziel: 45.000 Euro Radwegverein in Hilter startet Crowdfunding für neuen Radweg

Die Allendorfer Vereinsvorsitzenden Günter Komesker und André Osterheider (von links) Foto: Umar Mamode AllyDie Allendorfer Vereinsvorsitzenden Günter Komesker und André Osterheider (von links) Foto: Umar Mamode Ally

Hilter. Der Radwegverein Allendorfer Straße in Hilter startet mit seinen Unterstützern eine Crowdfunding-Aktion. Unter dem Motto „Mit Sicherheit verbinden!“ sollen bis Ende des Jahres 45.000 Euro gesammelt werden. Damit soll ein Radweg geplant werden.

Mit Unterstützung der Volksbank Bad Laer-Borgloh-Hilter-Melle soll die Summe zusammenkommen. Das sei  das größte Crowdfunding-Projekt in der Region, schreibt der Radwegverein. Das Geld ist gedacht für die Planung des Radweges durch ein Ingenieurbüro. „Wir freuen uns über den Zuspruch und das Engagement in den letzten Monaten und hoffen, dass wir nun auch beim Crowdfunding auf zahlreiche Unterstützung bauen können, um diese Chance zu nutzen“, sagt Günter Komesker, Vorsitzender der Radweginitiative. Er hofft dabei auf die Beteiligung der Bevölkerung, denn „Viele schaffen mehr“, so auch der Slogan der Volksbankaktion. 


Die einmalige Chance, von der Komesker spricht, sei auch der Meller Landtagsabgeordneten Gerda Hövel (CDU) zu verdanken. Durch den Antrag der Politikerin seien im Haushaltsentwurf des Landes nun eine Million Euro zur Finanzierung von Bürgerradwegen festgehalten. Um diese Förderung in Anspruch zu nehmen, müsse der Verein allerdings erst seine „Hausaufgaben“ machen und die erforderliche Summe in Höhe von 45.000 Euro für das Planungsvorhaben im Borgloher Abschnitt des geplanten Radweges aufbringen. Dafür möchte die Radweginitiative nun per Crowdfunding Spenden sammeln und auf den Zuspruch der vergangenen Monate aufbauen. Für den Bau des Fahrradweges von rund 10 km entlang der Allendorfer Straße haben die Mitglieder in diesem Jahr fleißig durch verschiedene Aktionen auf sich aufmerksam gemacht, Mitglieder geworben und „Radwegmeter“ verkauft.

Beim Osterfeuer in Borgloh, dem Bifurkationstag in Gesmold oder der 850-Jahr Feier in Melle war der Radwegverein mit seinen Mitgliedern vertreten. Mehr als 400 Menschen sind mittlerweile feste Mitglieder des Vereins. Durch ihre kreativen Ideen und das Interesse der Besucher wurden Partys mit Knicklichtern beleuchtet, Fahrräder im Frühjahr wieder vorzeigbar und Melles langsamster Fahrradfahrer gesucht. Sogar Bürgermeister Reinhard Scholz wagte sich bei der Aktion aufs Rad, um sich mit den langsamsten Fahrradfahrern des Grönegaus zu messen. Doch das Interesse der Politik geht über die Teilnahme an diesen Aktionen hinaus. Durch die Planungsvereinbarungen mit den Bürgermeistern Reinhard Scholz aus Melle und Marc Schewski aus Hilter konnten in der ersten Jahreshälfte wichtige Meilensteine erreicht werden, die ermöglichen, dass der Verein nun die Genehmigungsplanung für den ersten Abschnitt in Auftrag geben darf.

Foto: Radwegeverein

„Rund die Hälfte aller Landesstraßen in Niedersachsen ist nicht mit einem Radweg bestückt. Es bleibt also viel zu tun – sowohl für die Politik als auch für uns Bürger“, sagt Hövel. „Die zusätzliche Finanzierung von Bürgerradwegen in Niedersachsen ist ein tolles Zeichen für Initiativen wie unsere. Wir werden jetzt alles daran setzen, um auch von dieser Förderung profitieren zu können“, resümiert Günter Komesker.

Bei der Eröffnung des Radwegs in Holterdorf im Juli waren auch die Allendorfer Vereinsvorsitzenden Günter Komesker und André Osterheider dabei. In Eigenregie konnte der Verein letztlich den lange gewünschten Radweg fertigstellen – ein Ziel, dass die Allendorfer noch vor Augen haben. Ein 96-jähriges Mitglied des Holterdorfer Radwegvereins wartete 40 Jahre auf die Einweihung der Radstraße. „Dieses Durchhaltevermögen motiviert uns“, sagt Osterheider.

Große Vorfreude herrscht bereits wegen des Radwegkorsos am 1. September, den der Verein gemeinsam mit der Initiative Radweg L 94 Himmern zum zweiten Mal ausrichtet. Dieses Mal ist Start- und Zielpunkt das Gelände von Solarlux an der Allendorfer Straße. „Es wäre ein Riesenerfolg, wenn wir dieses Jahr die Marke von 1000 Teilnehmern knacken könnten und damit den Entscheidungsträgern nochmal verdeutlichen können, welch breites Interesse aus der Bevölkerung dahintersteckt“, hofft Komesker.

Projektinfos auf der Crowdfunding-Plattform der Volksbank unter: https://www.voba-eg.de/radweg 


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