Jetzt muss das Geld gesammelt werden Planungsvereinbarung für Radweg in Allendorf unterzeichnet

Von pm

Unterzeichnung der Planungsvereinbarung: André Osterheider (von links), Brigitte Bertelsmann, Marc Schewski, Jens Eismann und Günter Komesker. Foto: Magnus KomeskerUnterzeichnung der Planungsvereinbarung: André Osterheider (von links), Brigitte Bertelsmann, Marc Schewski, Jens Eismann und Günter Komesker. Foto: Magnus Komesker

Hilter. Der Radwegverein Allendorfer Straße seinem Ziel ein gewaltiges Stück näher gekommen ist: Noch in diesem Jahr soll ein Ingenieurbüro mit der Erstellung einer Genehmigungsplanung beauftragt werden. Jetzt fehlt noch das Geld.

Planungsbefugnisse durchgereicht

Formal waren es nur zwei kleine Schritt.  Nachdem die Gemeinde Hilter mit dem Land Niedersachsen eine Planungsvereinbarung geschlossen und so die Planungshoheit für einen Radweg an der Allendorfer Straße übernommen hat,hat die Gemeinde die Planungserlaubnis nun per Vereinbarung an den Radwegverein weitergereicht. Und der will noch in diesem Jahr ein Ingenieurbüro mit der Erstellung einer Genehmigungsplanung beauftragen. 

Damit könnte  die Planung mit in das aktuell laufende Flurbereinigungsverfahren Borgloh-Ost einfließen. Es sei  gut und richtig, "jetzt alles daran zu setzen, einen Radweg entlang der Allendorfer Straße zu realisieren“, so Hilters Bürgermeisters Marc Schewski. Zehn Kilometer ist die Strecke zwischen Borgloh und Melle lang. Üblicherweise sind Radwege in diesem Ausmaß nur schwer zu realisieren, schon allein, weil  Grund und Boden erworben werden muss. Und das könnte im Rahmen der ohnehin laufenden Flurbereinigung  etwas einfacher werden. (Weiterlesen:  Flurbereinigung: Baufirma muss in Borgloh nachbessern)

45.000 Euro werden gebraucht

„Mit der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung sind wir einen Schritt weiter in Richtung Radweg. Wir dürfen nun den „Radwegabschnitt Borgloh“ offiziell planen“, freut sich Günter Komesker vom Radwegverein. Nur: Wer plant, muss auch  zahlen: Die veranschlagten Planungskosten betragen rund  45.000 Euro. (Weiter  lesen: Verein kämpft für Radweg von Hilter-Borgloh nach Melle)

Spenden und Crowdfunding

Die sollen über Spendengelder gesammelt werden. Das werde der Handlungsschwerpunkt im Laufe dieses Jahres sein, so Komesker: "Denn ohne eine Genehmigungsplanung wird es keinen Radweg geben und alle Bemühungen wären damit erfolglos.“  Durch verschiedene Aktionen soll das Geld für die Planung bis zum Ende des Jahres aufgebracht werden. Unter anderem ist mit der Volksbank Hilter ist eine Crowdfunding-Aktion geplant. „Klar, wir benötigen Unterstützung! Jede Spende, jedes Mitglied im Verein ist ein wichtiger Schritt zur Realisierung des Radweges zwischen Melle und Borgloh. Wir wollen diese Riesenchance gemeinsam nutzen“, betont Günter Komesker. Am 1. September findet der nächste Radwegkorso zwischen Melle und Borgloh statt. Start- und Zielpunkt wird in diesem Jahr der Solarlux-Campus sein. 

Wer bezahlt den Unterhalt des fertigen Radweges

Um den späteren Betrieb und Unterhalt des fertigen Radwegs durch das Land Niedersachsen zu sichern, ist zudem ein Gespräch mit dem Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Bernd Althusmann, geplant.

Lob vom Bürgermeister

Die Achse zwischen Borgloh und Melle sei hinsichtlich des Verkehrsaufkommens stark frequentiert, so der Bürgermeister der Gemeinde Hilter weiter. Umso wichtiger sei es, mit dem Bau eines Radweges die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Schewski würdigte das Engagement des Vereins: „Dieses bürgerschaftliche Engagement von Günter Komesker, André Osterheider und Ihren Mitstreitern verdiene ein Höchstmaß an Anerkennung."  Die Gemeinde Hilter werde den weiteren Prozess eng begleiten und alles daransetzen, dass der Radweg so schnell wie möglich gebaut werden könne. 

 



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