Betriebe in der Schule Oberschule Hilter organisiert Berufsmesse

Erzieher müssen sich in fremde Rollen hineinversetzen können. Am Stand der Kita Kunterbunt aus Dissen gab es Verkleidungsmaterial, das die Schüler gern ausprobierten. Foto: Petra PieperErzieher müssen sich in fremde Rollen hineinversetzen können. Am Stand der Kita Kunterbunt aus Dissen gab es Verkleidungsmaterial, das die Schüler gern ausprobierten. Foto: Petra Pieper

Hilter. 14 ausbildende Betriebe und Institutionen stellten sich auf der schulischen Berufsmesse BidS in der Oberschule Hilter rund 120 Jugendlichen vor.

„Danke, dass die Ausbildungsmesse hier in der Oberschule stattfinden konnte“, wandte sich beim abschließenden Feedback Bürgermeister Marc Schewski an die teilnehmenden Betriebe und die Schulleitung und würdigte die Organisation durch das Lehrerteam um Daniela Leweke. „In Zeiten des Fachkräftemangels stehen wir natürlich alle auch ein wenig in Konkurrenz zueinander, umso wichtiger ist die regionale Ausrichtung der heutigen Veranstaltung“, sagte der Bürgermeister und verwies auf seine zweifache Funktion als Vertreter des Schulträgers wie als Arbeitgeber auf der Suche nach auszubildenden Fachangestellten für die Gemeindeverwaltung.

Workshop

Am Vormittag hatten zunächst einige Anbieter in einem jeweils 45-minütigen Workshop Gelegenheit, sich ausführlich darzustellen: die Firma Hellmann, das Bistum Osnabrück, das das Freiwillige Soziale Jahr und der Bundesfreiwilligendienst, die Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik und die Bundeswehr stellten sich vor. Anschließend präsentierten sich weitere Ausbildungsbetriebe an Info- und Mitmachständen in der Aula.

Simulation von Augenerkrankungen durch entsprechende Brillen schafft Verständnis für Erkrankte. Foto: Ute Haehnel


„Chemielaborant“ lautet Mohamad Ibishs Antwort auf die Frage, welchen Beruf er gern erlernen möchte. Der 14-jährige Syrer lebt seit drei Jahren in Deutschland und hat nach eigenen Angaben seitdem „viel gelernt“. Er besucht die 8. Klasse an der Oberschule und hat sich wie seine Mitschüler mit Hilfe eines „Laufbuchs“ auf die Berufsmesse vorbereitet.

Vorbereitung

Denn die Schüler waren aufgefordert, sich im Vorfeld aus dem großen Angebot von Ausbildungsberufen zwischen Technik und Pflege, Verwaltung und Wirtschaft fünf sie interessierende Berufe auszusuchen und sich über Ausbildungsinhalte, benötigte Schulabschlüsse, Ausbildungsdauer und die Betriebe zu informieren, damit sie gezielte Fragen zu stellen vermochten.

Am Stand von Solarlux konnten die Schüler den Umgang mit Profilen erproben. Foto: Ute Haehnel


Silke Flottmann aus dem 9. Jahrgang interessiert sich vor allem für Krankenpflege. Sie hat sich unter anderem bei den Niels-Stensen-Kliniken, bei der St. Antonius Pflege GmbH der Caritas und bei der B. Braun prolabor GmbH als Dienstleister im Gesundheitswesen für Ärztebedarf, Home-Care und Palliativ-Care umgesehen. Dass sie dabei Kontakt zur Vereinbarung eines Praktikums aufgenommen hat, empfindet die Neuntklässlerin als „sehr erfolgreich“.

Auch die Aussteller - neben den genannten die Bundeswehr mit einem eigenen Truck, die Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik, Gelato Classico GmbH, Gemeinde Hilter, Höcker Polytechnik GmbH, Kita Kunterbunt Dissen, Osmo-Anlagenbau Gmbh & Co.KG, Solarlux GmbH, Teutoburger Energie Netzwerk eG und Volksbank eG Bad Laer-Borgloh, Hilter-Melle - zeigten sich nach Abschluss der Messe recht zufrieden. „Die Schüler waren gut vorbereitet“, lobte Michael Schönhoff von den Niels-Stensen-Kliniken, manche seien nach erster Kontaktaufnahme bei der Messe „Von Azubi zu Azubi“ im September nun zum zweiten Mal auf sie zugekommen, berichteten sowohl Daniela Sühlmann von der Caritas-Pflege als auch Lukas Freitag von der Volksbank. Über einen „Super-Zulauf“ freute sich Anna Lehmann von der Bundeswehr, die allein zehn Ausbildungsberufe im Angebot hatte, und auch Anne Ritzer von Gelato Classico lobte die Veranstaltung als „gute Plattform, um regional Auszubildende zu werben“. Um vorbereitete technische Aufgaben zu lösen, wäre indes ein größerer Zeitrahmen pro Stand wünschenswert, sagten die technischen Betriebe.


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