Erfrischend schwungvoll Posaunenchor Hilter beweist Vielseitigkeit

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"Erfrischend und lebendig" präsentierte sich der Posaunenchor Hilter im 65. Jahr nach seiner Wiedergründung. Foto: Petra Ropers"Erfrischend und lebendig" präsentierte sich der Posaunenchor Hilter im 65. Jahr nach seiner Wiedergründung. Foto: Petra Ropers

Hilter. Posaunenchor-Musik ist verstaubt? In Hilter trat der Posaunenchor bei seinem Konzert klangvoll den Gegenbeweis an.

65 Jahre nach der Wiedergründung nach kriegsbedingter Unterbrechung präsentierte sich der Posaunenchor in der Johannes-der-Täufer-Kirche dem Motto des Nachmittags entsprechend „erfrischend und lebendig“. In der bis hinauf zu den Emporen besetzten Kirche spannten die Bläser unter der Leitung von Martin Holzmann am Sonntag einen weiten Bogen über musikalische Genres und Epochen.

Geistliche und weltliche Werke

Schon die ersten Takte ließen dabei aufmerken. Denn die „Sir Edward’s Fanfare“ des zeitgenössischen Komponisten Matthias Kiefer bot mit Kesselpauken und triumphalen Fanfarenklängen einen festlich strahlenden Einstieg in ein vielseitiges Konzert. Anderthalb Stunden lang wechselten geistliche mit weltlichen Werken und Bläserkompositionen mit anregenden Adaptationen.

Im Repertoire des Posaunenchores haben Johann Sebastian Bach oder Joseph Haydn ebenso ihren Platz wie etwa die Pop-Fanfare von Michael Schütz, die nach ruhigem Beginn überraschend Tempo und Rhythmus aufnimmt. Fans von Simon & Garfunkel kamen bei einem Bläser-Arrangement von „Bridge over troubled water“ auf ihre Kosten. Für drei Posaunenstimmen komponierte Gustav Gunsenheimer sein Rondo, mit dem eine kleine Bläsergruppe das Konzert bereicherte.

Händels „Wassermusik“

Nicht weniger abwechslungsreich setzte Organistin Elke Holzmann die Orgel der Kirche in Szene: Zum Spiel mit ihren Klangfarben avancierte dabei das „Festival Finale“ von Malcolm Archer. Prononcierte Leichtigkeit kennzeichnete zuvor das Air aus Georg Friedrich Händels „Wassermusik“. Und auch die Konzertbesucher waren gefordert: Sie stimmten abwechselnd mit Bläsern und Orgel in bekannte geistliche Lieder ein.

Den Posaunenchor ließen die Musikfreunde erst nach einer Zugabe ziehen. „Nehmt diesen Schwung mit und tragt ihn weiter“, riet ihnen Pastor Bernd Knoblauch zum Abschied.


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