Oktoberfest in Hilter Schlagerfeste Partygäste auf 1000 Quadratmetern Bayern

Über Tisch und Bänke ging es beim Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr Hilter. Foto: Stefan BuchholzÜber Tisch und Bänke ging es beim Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr Hilter. Foto: Stefan Buchholz

Hilter. Gewohnt gute Stimmung auf der Hilter Wiesn: 1000 Gäste feierten eine weiß-blau angehauchte Partynacht.

Der offizielle Fassanstich blieb einem langjährigen Unterstützer von Hilters Freiwilliger Feuerwehr vorbehalten: Souverän schlug Hubertus Rau mit wenigen Hammerschlägen ein Bierfass an.


Hubertus Rau (l.) stach bei der offiziellen Eröffnung des 4. Oktoberfestes das Bierfass an. Foto: Jan-Hendrik Lüne


Dem Beispiel konnten Vereine, Firmen und Freundeskreise nacheifern: Je nach Lust und Laune waren Bierfässer zu ordern – und mit Geschick – auch selbst anzuzapfen. Die Holzfässer mit je zehn oder zwanzig Liter kosteten 75 und 150 Euro. Maßpreise also, die es beim Münchner Oktoberfest-Original zuletzt 2006 gegeben hat.

Bier aus dem Chiemgau

Mit dem Bier auf dem Hilteraner Wiesnfest hat es noch eine besondere Bewandtnis. Ein Kamerad, der im Leben außerhalb der Wehr Spediteur ist, hatte im eigenen Sattelzug mehrere tausend Liter Bier vom Hofbräuhaus aus Traunstein im Chiemgau besorgt.

Welches Bier nun aus den XL-Partyfässchen am Tisch oder aus dem Zapfhahn strömte –darüber gab es unterschiedliche Angaben. Von Seiten der Feuerwehr hieß es „Festbier“, von einem „Starkbier“ sprachen Kameraden mit gehöriger Jungspund-Attitüde aus Bad Rothenfelde.

"Passt scho": Okoberfeste in der Region 

Sie schworen übrigens nicht nur auf bewährten bajuwarischen Biergenuss, sondern auch auf ein stylisches Szene-Likörchen namens „Berliner Luft“. Mit Pfefferminzgeschmack. Das vereinfachte wohl die persönliche „Brand“-Bekämpfung und den irgendwie nüchtern daherkommenden Vergleich: Dass nämlich das an den Rand der norddeutschen Tiefebene importierte Kulturgut Namens Oktoberfest genauso hier seine Berechtigung habe, eben weil es wichtig ist, dass man einfach zu feiern verstehe.

Tiefgangschärfende Nachfragen machten bei der dezibelstarken Unterhaltungsmusik keinen rechten Sinn. Fast in Orchesterquantität waren „Die Heimatländer“ aus Hessen wieder engagiert worden. Neben der Bandbesetzung aus Bass, Schlagzeug, Gitarre und Keyboard hatten sie gleich mehrere Vokalisten und Blasmusiker mitgebracht.

Schlagerfeste Partygäste

Treffsicher wählten die Musiker ein Repertoire aus, dass augenscheinlich alle Dirndlgewandten und Lederhosenträger mitsingen konnten. Bei „7 Sünden“ (DJ Ötzi) und dem „Hodiodioijeh“-Mitgröhlschlager namens „Hulapalu“ (Andreas Gabalier) etwa tanzte und herzte man sich. Am Schnittpunkt zwischen tiefster Nacht und frühestem Morgen verwehten die letzten Töne im 1000-Quadratmeter-Festzelt und die Freiwillige Feuerwehr bilanzierte eine friedlich verlaufende fünfte Ausgabe ihrer Hilter Wiesn.


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