Wassergebühren Moderate Einsparungen für Hilteraner beim Wassergeld

Meine Nachrichten

Um das Thema Hilter Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wie die Verwaltung Hilters die Wassergebühren für die nächsten beiden Jahre kalkuliert, erklärte Kämmerer Bastian Sommer dem Betriebs- und Feuerwehrausschuss. Foto: Stefan BuchholzWie die Verwaltung Hilters die Wassergebühren für die nächsten beiden Jahre kalkuliert, erklärte Kämmerer Bastian Sommer dem Betriebs- und Feuerwehrausschuss. Foto: Stefan Buchholz

Hilter. Der Betriebs- und Feuerwehrausschuss hat die aktuelle Kalkulation der Wassergebühren beschlossen. Hilters Haushalte können in den nächsten zwei Jahren mit Einsparungen rechnen.

Wie werden in Hilter die aktuelle Wassergebühren für die Haushalte berechnet? Dazu schaut Kämmerer Bastian Sommer nicht in die Glaskugel, sondern auf die Verbrauchszahlen und natürlich die Kosten der zurückliegenden beiden Jahre. Für 2016 ergab sich ein Minus von rund 45000 Euro: Es musste mehr Trinkwasser gekauft werden, weil die Hilteraner mehr verbraucht hatten als vorab veranschlagt. 2017 kam ein kleines Plus in Höhe von gut 5000 Euro zustande, in jenem Jahr verbrauchten die Haushalte also weniger als geplant.

Rechnerisch ergibt sich so ein Defizit von knapp 40000 Euro. Diesen Verlust – Finanzleute sprechen hier von Unterdeckung – nahm Sommer für die Kalkulation mit in die kommenden Jahre 2019 und 2020. Pro Jahr müssen demnach 20000 Euro ausgeglichen werden.

Da der Rat beschlossen hat kostendeckend zu wirtschaften, musste Kämmerer Sommer das Minus auf den Kubikmeter Wasser umschlagen. Teurer wird das Trinkwasser in der Gemeinde trotzdem nicht: Der Preis für Hilters Trinkwasser bleibt unverändert bei 1,04 Euro pro Kubikmeter. Ohne den Ausgleich der Unterdeckung würden 1,01 Euro, also drei Cent weniger für den Kubikmeter aufgerufen. 

Anders die Situation beim Schmutzwasser: Hier hat es in den vergangenen beiden Jahren eine Überdeckung (gesamt 267000 Euro) gegeben, der Gebührensatz war höher als der tatsächliche Verbrauch. Zwei Drittel der Überschüsse fließen daher in den nächsten beiden Jahren über niedrigere Gebühren an die Bürger zurück. Ein Drittel wird erst im darauffolgenden Kalkulationszeitraum berücksichtigt  – diese Praxis soll die Gebühren mittelfristig stabil halten. Veranschlagt sind für die nächsten beiden Jahre: 3,33 Euro pro Kubikmeter für das entsorgte Schmutzwasser. Das sind 22 Cent weniger als bisher.

Unterm Strich zahlen die Hilteraner Haushalte ab dem kommenden Jahr 4,37 Euro Wassergeld pro Kubikmeter. „Für einen Single-Haushalt ergibt das eine Ersparnis von 8,88 Euro, der Zwei-Personen-Haushalt kommt auf 17,60 Euro weniger Gebühr und eine Familie mit zwei Kinder wird 30,80 Euro einsparen können“, zeigte Kämmerer Bastian Sommer auf.

Der elfköpfige Fachausschuss stimmte diesem Vorschlag der Verwaltung einstimmig zu.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN