Ortsfamilienbuch von Heiner Stegmann Namen und Lebensdaten von 30500 Borglohern gesammelt

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In den Ordnern rechts auf dem Tisch sind die Namen und Lebensdaten von mehr als 30000 Menschen aus der Vergangenheit Borglohs enthalten, die Forscher Heiner Stegmann in mühevoller Arbeit gesammelt hat. Foto: Horst TroizaIn den Ordnern rechts auf dem Tisch sind die Namen und Lebensdaten von mehr als 30000 Menschen aus der Vergangenheit Borglohs enthalten, die Forscher Heiner Stegmann in mühevoller Arbeit gesammelt hat. Foto: Horst Troiza

Hilter. Mehr als 20 Jahre recherchierte der Borgloher Heiner Stegmann in Archiven und Kirchenbüchern, führte Informationen aus Familienstammbäumen zusammen und nahm Kontakt mit Angehörigen auf. Entstanden ist daraus das „Ortsfamilienbuch für Borgloh“, das Daten von mehr als 30000 Personen enthält und bis in das Jahr 1686 zurückreicht.

Stegmann ist im Bereich der Familienforschung kein Unbekannter. Seit er vor fast drei Jahrzehnten bei sich das Interesse für die Genealogie entdeckte, hat es ihn nicht mehr losgelassen. Als Mitglied des Arbeitskreis Familienforschung hat er sich einen Namen machen können, als Ortschronist und Archivar des Heimatvereins Borgloh sowieso. Zuletzt ist er als Co-Autor des Teams in Erscheinung getreten, das die Jubiläumsschrift anlässlich der 950-Jahr-Feier Borglohs verfasst und herausgegeben hat.

Auf der Festplatte seines Computers hat Stegmann inzwischen die Daten von 1,2 Millionen Personen aus der Vergangenheit gesammelt. Etwa 30500 davon stehen in direkter Beziehung zu Borgloh und deren in unmittelbarer Umgebung gelegenen Bauerschaften. Diese bilden die Basis des Ortsfamilienbuchs und enthält die Arbeit von mehr als 20 Jahren.

Familiäre Abstammungen und verwandtschaftliche Beziehungen

„Ich habe in dieser Zeit dafür in Kirchenbüchern und anderen Dokumenten gesucht, damit ich daraus familiäre Abstammungen und verwandtschaftliche Beziehungen ableiten konnte“, erklärt er. Kirchenbücher mit Geburts-, Tauf- und Sterberegistern gehen in Borgloh auf das Jahr 1686, in Hilter bis 1680, Dissen bis 1690 und in Holte bis 1698 zurück. So ist es ihm gelungen, Stammbäume lückenlos bis ins 17. Jahrhundert darstellen zu können.

Die hat der gebürtige Borgloher auf 1720 Seiten in mehreren Heftern gesammelt. Schätzungsweise 7500 Stunden seiner Zeit hat gelernte Stahlbauschlosser und spätere Baustellenleiter dafür eingesetzt. Zuletzt hat er sechs Wochen lang nach Fehlern in der Auflistung gesucht und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien kontrolliert. „Jetzt bin ich aber froh, dass es fertig ist“, gibt er zu.

Damit Familienstammbäume nicht ins Vergessen laufen

Stegmanns Arbeit hilft dabei, Familienstammbäume nicht im Dickicht ihres Geästs ins Vergessen laufen zu lassen. Die Ergebnisse stehen der der Öffentlichkeit zur Verfügung, Interessenten können sich unter der Telefonnummer 05409/1220 bei ihm melden. Die Datensammlung reflektiert unter anderem die Jahre der Auswanderung, als zwischen 1820 bis 1880 etwa 350 Personen aus dem Kirchspiel Borgloh ihre Heimat verließen und ihr Glück in der Fremde versuchten. Interessant ist auch der Aspekt der Zugezogenen, die auf Höfen in und um Borgloh einheirateten, unter Umständen den Namen des Hofes oder der dort lebenden Familie angenommen haben. Ebenso gelang es ihm durch Vergleiche verschiedener Quellen, Fehler in der Darstellung der Vita einiger Personen aufzudecken.

Die Ordner mit der Datensammlung bleiben im Archiv des Heimatvereins, das Heiner Stegmann mit seinem Kollegen Manfred Hagemeyer betreibt. Allerdings gibt es schon eine Meldung vom Bischöflichen Archiv in Osnabrück, das die Sammlung binden lassen und in seinen Bestand einfügen wird.


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