Schnelles Internet im Landkreis Erste Stufe des Breitbandausbaus bis Mitte 2019

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Der Landkreis investiert in schnelles Internet. Foto: Carsten Rehder/dpaDer Landkreis investiert in schnelles Internet. Foto: Carsten Rehder/dpa

Hilter. Wenn es um das Thema schnelles Internet geht, rangiert Deutschland im weltweiten Vergleich abgeschlagen auf Rang 25. Um dem entgegenzuwirken, will der Landkreis Osnabrück nun in einem ersten Schritt bis Ende Juni 2019 alle Haushalte und Gewerbeadressen in den unterversorgten Außenbereichen mit einem direkten Glasfaseranschluss ausgestattet werden.

„Der zeitnahe Ausbau ist ein schwieriges Unterfangen, aber absolut notwendig. In unserer Region besteht in diesem Bereich ein erheblicher Nachholbedarf“, verdeutlichte Hilters Bürgermeister Marc Schewsky am Rande einer Informationsveranstaltung im alten Gasthaus Ellerweg die Dringlichkeit der Thematik.

Beim Breitbandausbau des Landkreises Osnabrück handelt es sich um ein sogenanntes Betreibermodell. Eigentümer der gesamten Infrastruktur wird die landkreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Telkos, die den technischen Betrieb des Netzes, im Anschluss an eine europaweite Ausschreibung, an das Unternehmen Innogy Telnet verpachtet. Für Timo Schade von der Innogy ist die Versorgung mit Glasfaseranschlüssen ein Quantensprung: „Weltweit sind nur drei Prozent der Haushalte mit einem derartigen Anschluss ausgestattet. Deshalb ist der Ausbau für den Landkreis Osnabrück eine äußerst lobenswerte Sache.“

Insgesamt belaufe sich die zu errichtende Infrastruktur in der ersten Bauphase auf eine Netzlänge von 575 Kilometern und umfasse ein geplantes Investitionsvolumen von rund 39 Millionen Euro, so Thorsten Schoppmeyer vom Landkreis Osnabrück. In einem nächsten Schritt werde das Netz noch einmal um 500 Kilometer erweitert, wofür zusätzlich 31,5 Millionen Euro fällig werden. Die finanziellen Mittel werden dabei von Bund und Land, sowie dem Kreis und den dazugehörigen Kommunen bereitgestellt. Infolge der ersten beiden Ausbaustufen sollen so bis Mitte 2020 knapp 15.900 Adressen über einen Glasfaserdirektanschluss verfügen. Diese haben den Vorteil, dass anders als bei den bisher verbauten Kupferleitungen, keine Einbußen bei der Übertragungsleistung entstehen. „Das grundsätzliche Ziel ist es, mithilfe eines mehrstufigen Prozesses und weiterer Förderung, bis 2025 alle Haushalte in der Region an das Breitbandnetz angeschlossen zu haben“, erklärt der Experte.

Von den Maßnahmen der ersten Bauphase sind zunächst die „weißen Flecken“ des Landkreises betroffen, die derzeit nicht mit mindestens 30 Mbit/s versorgt werden. Diese Haushalte wurden im Vorfeld bereits informiert. Die kostenfreie Installation ist dabei für die Grundstücke vorgesehen, die maximal 50 Meter von der öffentlichen Zuwegung entfernt sind. Andernfalls fallen zusätzliche Kosten an. Laut Schoppmeyer sind an die Einrichtung des Anschlusses lediglich zwei Bedingungen geknüpft: „Der Hausbesitzer muss eine Grundstückseigentümererklärung unterzeichnen, damit die notwendigen Bauarbeiten durchgeführt werden können. Außerdem muss ein gültiger Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen existieren.“


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