Weicher Standortfaktor Vereine machen das Leben in Borgloh lebenswert

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Hilter. Maßgeblichen Anteil an der Organisation und Durchführung des Festwochenendes anlässlich des 950-jährigen Bestehens Borglohs haben die dort ansässigen Vereine, Verbände und Gruppen. Sie bilden auch zu anderen Zeiten das Rückgrat des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens im Ort und gelten als „weicher“ Standortfaktor.

Seit Wochen wird in Werkstätten, Scheunen und Garagen in Borgloh eifrig an der Fertigstellung der Motivwagen für den großen Festumzug am Sonntag gewerkelt. Viele der ansässigen Gruppen und Vereine wollen damit das Ihre dazu beitragen, um das Jubiläumsfest zu einem besonderen Ereignis zu machen. Gleichzeitig machen sie damit aber auch deutlich, dass das Vereinsleben ein unverzichtbarer Faktor dafür ist, sich in Borgloh aufgenommen und wohlfühlen zu können.

Zuwachs erwünscht

Die Auswahl an Gruppen ist groß. Vom Sportverein TuS Borgloh angefangen über den Schützenverein, Heimatverein, MGV und Kirchenchor, die Freiwillige Feuerwehr, Blasorchester, Kolpingsfamilie und KAB, Lämpchenverein, Reit- und Fahrverein, Landjugend und DRK findet jeder, der sich in der Gemeinschaft wohlfühlt, seinen Platz. Dazu gibt es eine Vielzahl von kleinen Zusammenschlüssen wie etwa Kegelvereine und andere, die ihrem Hobby zum Teil schon seit Jahrzehnten nachgehen und sich immer über Zuwachs freuen.

„Für viele, die als Neubürger zu uns kommen, spielt das Vorhandensein der Vereine eine nicht unerhebliche Rolle dafür, sich hier niederzulassen“, ist Michael Stegmann überzeugt, Präsident des Schützenvereins. Schützen gibt es auf dem Gebiet des alten Kirchspiels Borgloh nachweislich bereits seit dem Jahr 1630. Damals machten sie sich mit anderen Mitteln für den Bestand des Dorfes stark als heute und waren als bewaffnete Verteidiger gegen Angriffe von außen sehr geachtet. Mehr aus Hilter im Netz

Sport

Nicht ganz so lang gibt es den TuS Borgloh. Seit 1938 prägt er das sportliche Leben im Dorf – mit großen Erfolg und mittlerweile ist er mit rund 1300 Mitgliedern der größte Verein. Die Mitgliedschaft beim TuS ist, wie Geschäftsführer Helmut Uthoff erklärt, wie ein Generationenvertrag. „Man kommt als Kind zu uns und nimmt am Kinderturnen teil. Dann durchläuft man alle Altersklassen und wird später, als junger Erwachsener, vielleicht Trainer und bildet wieder Kinder aus“. Das ist zwar stark vereinfacht, trifft aber den Kern: einmal dabei, immer dabei. Uthoff selbst ist da bestes Beispiel. Als Achtjähriger trat er dem TuS bei, heute, als 50-Jähriger ist er noch immer für den Verein im Vorstand aktiv. Auch seine Ehefrau und die beiden Kinder sind Mitglieder beim TuS.

Ein anderer Aktivposten ist die Kolpingsfamilie. Sie versteht sich seit der Gründung 1931 als katholischer Sozialverband und bietet jedes Jahr ein umfangreiches Programm für Mitglieder und Nichtmitglieder an, Vorträge, Freizeitaktivitäten und Angebote für Familien. Allerdings bangt der Vorstand um Johannes Kaumkötter um den Bestand. „Gegenwärtig verfügen wir noch über 103 Mitglieder. Wenn es uns nicht gelingt, Jugendliche, junge Erwachsene und junge Familien für unsere Sache zu gewinnen, wird es schwer mit der Zukunft der Kolpingsfamilie“.

Heimat

Unverzichtbarer Bestandteil des Lebens im Dorf ist der Heimatverein. Seit 1929 beschäftigen sich seine Mitglieder mit der Erforschung der Geschichte, der Landschafts- und Denkmalpflege, betreibt Brauchtumspflege mit dem Plattdeutschen Theater und betreut den Renkenörener See als Kunststätte. Ohne das Zutun des Vorstands um den Vorsitzenden Joachim Kuhr und einzelne Mitglieder wie Manfred Hagemann, Heiner Stegmann und das Ehepaar Maria und Hans-Hermann Oberholthaus wären die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest Borglohs kaum vorstellbar gewesen.


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