Veranstaltung des Familienkreises Borgloh: 950 Jahre Geschichte im Eiltempo

Von Horst Troiza

Ein schneller Blick auf die Königskette: Im Schützenhaus erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Entwicklung des Schützenwesens. Foto: Horst TroizaEin schneller Blick auf die Königskette: Im Schützenhaus erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Entwicklung des Schützenwesens. Foto: Horst Troiza

Hilter. Großes Interesse an Borglohs Geschichte zeigten mehr als 100 Besucher einer Veranstaltung des Familienkreises. Unter dem Motto „In 95 Minuten durch 950 Jahre Borgloh“ war eine Gruppe Heimatkundiger angetreten, Wissenswertes und Unterhaltsames zur Historie zu vermitteln.

Im Eiltempo ging es am Sonntag durch die 950-jährige Geschichte Borglohs. Der Familienkreis hatte im Vorfeld der Jubiläumsfeiern Mitte August zu einem unterhaltsamen Crash-Kurs für Interessierte eingeladen, die mehr über die Historie wissen wollten. Zunächst war die Sache an Lorene Mählmeyer und Bernhard Feige, den Teilnehmern einen Abriss der historischen Entwicklung zu geben.

Mählmeyer breitete in der Pankratiuskirche den weltpolitischen Hintergrund aus, fasste die Zeitspanne vom Mittelalter an bis zum Zeitalter der Nationalstaaten zusammen. Dabei erläuterte sie Themenbereiche wie die Reformation, das Zeitalter der Entdeckungen, Absolutismus, Industrialisierung und Kolonialismus. Beginn traten.

Mikrokosmos Borgloh

Anschließend nahm Feige die Zuhörer mit in den Mikrokosmos Borgloh. „Wir feiern jetzt bald die erste Erwähnung Borglohs vor 950 Jahren, jedoch kann man davon ausgehen, dass unser Dorf noch viel älter ist“, erklärte er und zeigte das Fragment einer Steinaxt, die vor mehr als 20 Jahren auf einem Feld gefunden worden ist. Sie dokumentiere die Anwesenheit von Menschen schon während der Steinzeit, „ob sie hier gelebt haben oder nur durchgezogen sind, können wir nicht sagen,“ so Feige. Sein Vortrag beleuchtete die Verschiebung der Siedlung vom Königsbach zur Stelle des heutigen Dorfes, die Brandkatastrophen, die Geschichte der Familie Sack sowie die Entwicklung der Kirchengemeinde. Zum Ende ging er auf die Bedeutung einiger Straßennamen ein.

Geschichte des Dorfes

„Eigentlich habe mich bisher nicht besonders für die Geschichte des Dorfes interessiert, doch jetzt muss ich sagen: Das war richtig spannend“. Der Kommentar einer Teilnehmerin in Richtung ihrer Bekannten hätte treffender nicht sein können. Nach den Vorträgen setzte sich die große Gruppe Richtung Schützenhaus in Bewegung, wo Schützenpräsident Michael Stegmann und Ehrenpräsident Franz-Josef Hartmann warteten. Sie führten in die Geschichte des Schützenwesens ein, das ursprünglich der Landesverteidigung gedient hatte.

Quiz im alten Spritzenhaus

Vom Hollenberg warfen die Teilnehmer einen Blick auf das Dorf und zogen von dort aus zum alten Spritzenhaus weiter. Ortsbrandmeister Benno Bextermöller hatte ein Quiz vorbereitet, bei dem die Ortskenntnisse der Teilnehmer gefragt waren. Zu guter letzt waren alle zur Borgloher Verpflegung eingeladen. Die gleichermaßen lehrreiche wie unterhaltsame klang bei Bratwurst, kalten Getränken und Akkordeonmusik an der Pankratiuskirche aus.


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