Frische Snacks und Bleistifte Zehn Jahre Schülerfirma „Kiosk 2.0“ an der Oberschule in Hilter

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Erfolgreiches Unternehmen: Die Schülerfirma mit Tim Meinen (links) und Daniela Leweke (rechts) feierte ihr zehnjähriges Jubiläum. Foto: Anke SchneiderErfolgreiches Unternehmen: Die Schülerfirma mit Tim Meinen (links) und Daniela Leweke (rechts) feierte ihr zehnjähriges Jubiläum. Foto: Anke Schneider

Hilter Wenn im Elternhaus der Kühlschrank mal nichts hergibt, weil das Einkaufen vergessen wurde, ist das kein Problem. In der Oberschule werden die Schüler nicht nur im Notfall täglich mit frischen Brötchen, Snaks und Getränke vom „Kiosk 2.0“ versorgt.

Den Service betreibt eine Schülerfirma, die jetzt ihr zehnjähriges Jubiläum feierte. Schüler der neunten und zehnten Klasse, Lehrer, Schulleitung, Förderverein und Marc Schewski als Bürgermeister kamen auf dem Schulhof zusammen, um den Erfolg der Schülerfirma zu feiern. Der „Kiosk 2.0“ hatte passend dazu ein kleines Buffet vorbereitet.

„Lunch-Lounge“

Der kommissarische Schulleiter Ralf Ackermann erinnerte an die Gründungsphase: die Schülerfirma wurde im Dezember 2007 von zwölf Schülern des 10. Jahrgangs der Realschule gegründet – damals noch unter dem Namen „Lunch-Lounge“. Es gab Milchreis für 50 Cent, Fruchtquark für 60 Cent und zur Eröffnung kostet das halbe, belegte Brötchen gerade mal 40 Cent.

Das Angebot wurde inzwischen erweitert. Neben Brötchen, Getränken, Snacks und Süßem gibt es auch Utensilien für die Schule wie Stifte, Radiergummis und Blöcke. Die Schülerfirma betreibt nicht nur den Kiosk in den großen Pausen, sondern stellt auch eine Cafeteria zu verschiedensten Anlässen auf die Beine. „Zu Elternsprechtagen, zur Einschulung, zu Entlassungsfeiern, an Schnuppertagen für die Fünftklässler und auch im Rahmen des plattdeutschen Theaters“, zählte Ackermann auf.

Lernen fürs Leben

„In der Schülerfirma lernt man was fürs Leben“, so der kommissarische Schulleiter weiter. In der Tat beschäftigen sich die 30 Jungen und Mädchen der 9. und 10. Klassen mit allem, was eine richtige Firma auch bewältigen muss. „Einkauf, Marketing, Personalplanung, Buchhaltung, Reinigung“, zählt Lehrer Tim Meinen auf, der die Schülerfirma gemeinsam mit Daniela Leweke betreut.

„Die beiden engagierten Pädagogen sorgen dafür, dass die Schüler die Firma kompetent und selbstständig führen“, so Ackermann weiter.

Die Schüler des 10. Jahrgangs lernen die Neuntklässler selbst an. Und die müssen sich ab dem kommenden Schuljahr wie im richtigen Leben um einen Posten in den verschiedenen Abteilungen bewerben. „Bewerbungen und Einstellungsgespräche gehören zum Alltag eines Betriebes ebenfalls dazu“, so Tim Meinen. Mehr aus Hilter im Netz

Das Konzept trägt

Dass das Konzept trägt, beweist der Erfolg. Es werden kleine Gewinne erwirtschaftet, mit denen der Betrieb stetig erweitert wird. Eine Insolvenz muss die Schülerfirma also wohl nicht befürchten. Marc Schewski, Vertreter des Fördervereins und auch der einstige Schulleiter Reinhardt Wüstehube gratulierten den aufstrebenden Firmenmitgliedern und wünschte dem Unternehmen weiterhin ein glückliches Händchen.


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