Einsatzfähigkeit bleibt Spezielles Reinigungssystem für Feuerwehr Hilter vom Tisch

Von Kathrin Pohlmann

Spezielles Wachssystem ist vom Tisch: Die Feuerwehr akzeptiere die Entscheidung des Rates, setze aber auch voraus, dass eine Alternative bereitgestellt wird. Symbolfoto: Michael GründelSpezielles Wachssystem ist vom Tisch: Die Feuerwehr akzeptiere die Entscheidung des Rates, setze aber auch voraus, dass eine Alternative bereitgestellt wird. Symbolfoto: Michael Gründel

Hilter. Das Thema Nassreinigungssystem für die Einsatzkleidung der Feuerwehr Hilter ist aktuell vom Tisch und wird nicht kommen. Jetzt wird nach einer Alternative gesucht.

Das wurde im vergangenen Finanzausschuss einstimmig beschlossen. Die Feuerwehr hatte bereits im Betriebsausschuss mehrere Anträge eingereicht, unter anderem zur Anschaffung des speziellen Reinigungssystems. Kostenpunkt: rund 35.000 Euro.

Dringlichkeit nicht gegeben

Christiane Rottmann begründete im Namen der CDU-Fraktion die Ablehnung des Antrages damit, dass in der Vergangenheit rund 80.000 Euro für die Einrichtungsgegenstände des neuen Feuerwehrhauses unter der Prämisse zur Verfügung gestellt wurden, dass die wichtigsten Gegenstände in Eigenverantwortung von der Feuerwehr zu beschaffen seien. Das Nassreinigungssystem habe damals bereits auf der Liste der gewünschten Ausstattung gestanden, sei aus dem Budget aber nicht finanziert worden. Die Dringlichkeit könne nicht wirklich gegeben sein, so Rottmann weiter. Zudem entspreche die eingesetzte Kleidung den derzeitig gültigen Standards und daher sei die Feuerwehr auch einsatzfähig, heißt es im Protokoll der Sitzung.

System nicht wirtschaftlich

„Aus unserer Sicht würde sich so ein System wirtschaftlich nicht rechnen. Ein Mitglied der Feuerwehr hätte sich mit der Reinigung beschäftigen müssen, das wäre zeitlich zu aufwendig gewesen. Wir haben jetzt einen neuen Dienstleister gefunden und der soll sich um alles kümmern“, sagt Michael Dütemeyer (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses. Nach Angaben der Gemeinde laufen Gespräche mit einer speziellen Reinigungsfirma aus dem Raum Göttingen. Mit der Feuerwehr soll die weitere Vorgehensweise besprochen werden.

Pakete müssen geschnürt werden

„Derzeit scheint es darauf hinauszulaufen, dass wöchentlich Pakete dorthin versendet – und anschließend auch entgegengenommen – werden müssen. Ob das Ergebnis dann den Anforderungen entspricht, bleibt abzuwarten beziehungsweise ist zu gegebener Zeit zu prüfen“, so Sven Krenzien, stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Hilter.

Keine hat Lust auf verschlissene Kleidung

Die Feuerwehr akzeptiere die Entscheidung des Rates, setze aber auch voraus, dass eine Alternative bereitgestellt wird. „Da mit anderen Worten alle Pros und Kontras diskutiert wurden und im Vorfeld auch alle Fragen beantwortet waren, bleibt der Feuerwehr nichts anderes, als sich jetzt ganz emotionslos der Alternativlösung zu beugen und zu prüfen, ob es eine tatsächliche Lösung ist. Falls ja: Alles gut“, so Krenzien weiter. Keiner der Beteiligten habe laut Feuerwehr Lust auf verschlissene Kleidung, die frühzeitig ersetzt werden muss. Die vorgeschlagene Lösung der Feuerwehr hätte das laut Krenzien in jedem Falle vermieden.

Im Landkreis hat keine Feuerwehr so ein System

Viele Feuerwehren im Landkreis arbeiten mit Industriewäschereien zusammen und verzichten auf ein eigenes Waschsystem. „Dem Landkreis ist keine Feuerwehr in der Größenordnung bekannt, die über so ein Reinigungssystem verfügt“, sagte Landkreissprecher Henning-Müller Detert. Mehr aus Hilter im Netz