Rat verabschiedet Haushalt Hilter hat erstmalig einen genehmigungsfreien Haushalt

Von Kathrin Pohlmann

Trotz hoher Investitionen kann die Gemeinde diese ohne Aufnahme von Darlehen finanzieren. Symbolfoto: dpaTrotz hoher Investitionen kann die Gemeinde diese ohne Aufnahme von Darlehen finanzieren. Symbolfoto: dpa

Hilter. Der Haushalt der Gemeinde Hilter ist in der Ratssitzung am Dienstagabend verabschiedet worden – er weist einige Besonderheiten auf.

Bereits im Dezember hatte Kämmerer Bastian Sommer den Entwurf vorgestellt und zum ersten Mal hat die Gemeinde einen genehmigungsfreien Haushalt.

Ansatz um zwölf Prozent gestiegen

Das Volumen im Ergebnishaushalt ist gegenüber dem Vorjahresansatz um zwölf Prozent gestiegen – das entspricht rund

1,68 Millionen Euro. Grund dafür ist die Anhebung des Gewerbesteueransatzes um eine Millionen Euro.

Gute Konjunktur

Die Gerwerbesteuereinnahmen sind laut Sommer in den vergangenen Jahren kontinuierlich hoch ausgefallen. Die Gemeinde hat von der konjunkturellen Lage im Bund profitiert. Daher ist das Gewerbesteueraufkommen im aktuellen Haushalt mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt worden, das entspricht einer Steigerung von einer Millionen Euro. „Der im Gegensatz zum Vorjahr erhöhte Ansatz resultiert aus der Tatsache, dass die Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre keinen Anlass geben, negativer in die Zukunft zu sehen“, sagte Sommer.

Konstante Einnahmequelle

Auch der Ansatz der Einkommenssteuer wurde erhöht – gegenüber 2017 um rund 150.000 Euro auf 4,3 Millionen Euro. Laut Kämmerer ist die Einkommenssteuer für 2018 erneut eine der höchsten und vor allem konstantesten Einnahmequellen der Gemeinde. Sommer gab allerdings zu bedenken, dass das Investitionsvolumen im laufenden Jahr recht hoch sei: „In finanziell normalen Zeiten wäre das für eine Kommune in unserer Größen- und Finanzklasse nicht zu finanzieren.“

Flurneuordnung, Süderbergschule, Unimogs

Die Flurneuordnung Borgloh-Ost ist mit rund 575.000 Euro die größte Investition der Gemeinde. Danach folgt der Umbau der Süderbergschule mit 374.000 Euro und die Ersatzbeschaffung eines Unimogs für Borgloh mit 230.000 Euro. „Doch trotz hoher Investitionen kann die Gemeinde die Investitionen ohne Aufnahme von Darlehen finanzieren“, so Sommer. Das sei eine Besonderheit im Haushaltsplan 2018. „Wenn man bedenkt, dass wir viele Jahre die am höchsten verschuldete Gemeinde im Landkreis waren und dies ausschließlich bedingt durch zwei große Baumaßnahmen, ist die momentane Situation wirklich einzigartig“, sagte Sommer.