Eingriff in den Bahnverkehr Gartenstuhl bei Hilter auf Gleise gelegt

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Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr: Unbekannte haben am Dienstagabend bei Hankenberge einen Gartenstuhl auf die Gleise des Haller Willem gelegt. Symbolfoto: Gert WestdörpGefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr: Unbekannte haben am Dienstagabend bei Hankenberge einen Gartenstuhl auf die Gleise des Haller Willem gelegt. Symbolfoto: Gert Westdörp

Hilter. Unbekannte haben am Dienstagabend bei Hankenberge einen Gartenstuhl auf die Gleise der Bahnstrecke Osnabrück – Brackwede (Haller Willem) gelegt. Ein Zug der Nordwestbahn überfuhr das Hindernis mit etwa 60 bis 80 km/h. Glück für alle Beteiligten: Alle – außer dem Stuhl – kamen mit dem Schrecken davon.

Nach Angaben der Bundespolizei hatten der oder die Unbekannte gegen 17.53 Uhr unweit Hankenberge auf der Strecke „Haller Willem“ zwischen den Bahnhöfen Hilter und Wellendorf den Gartenstuhl auf die Schienen gelegt. Ein Zug der Nordwestbahn überfuhr auf dem Weg nach Osnabrück das Hindernis.

Der Triebfahrzeugführer leitete eine Schnellbremsung ein. Verletzungen bei den rund 20 Reisenden wurden laut Bundespolizei nicht bekannt. Der Zug verspätete sich durch um 18 Minuten.

Reste sichergestellt

Die Reste des Objektes wurden sichergestellt: Es handelt sich um einen Gartenstuhl aus Metall mit weißen geflochtenen Plastikbändern als Sitzschale. Nach dem Vorfall wurden vorne am Triebfahrzeug leichte Lackschäden festgestellt. „Vorfälle dieser Art sind kein dummer Jungenstreich“, so Daniel Huntefeld von der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim. Die Bundespolizei in Osnabrück hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Neben der erheblichen Eigengefährdung bei unerlaubten Gleisüberschreitungen können überfahrene Gegenstände weggeschleudert und somit zu regelrechten Geschossen werden. Das Strafgesetzbuch sieht dafür Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.

Strafrechtliche Konsequenzen

Komme es durch das Betreten oder das Bereiten von Hindernissen zu einer Beeinträchtigung des Zugverkehrs, können neben strafrechtlichen Konsequenzen auch zivilrechtliche Forderungen der Bahnunternehmen auf die Verursacher zukommen. Solche Ansprüche können im Einzelfall noch bis zu 30 Jahren nach der Tat geltend gemacht werden.

Zeugen, die Hinweise zum Vorfall geben können, melden sich unter der Telefonnummer 0541/ 331280 bei der Bundespolizei in Osnabrück.


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