Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte Erster Besuchsdienst-Tag liefert wertvolle Impulse

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Kontakte knüpfen, sich austauschen und wertvolle Anregungen sammeln konnten die Teilnehmer beim ersten Besuchsdienst-Tag des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte, der am Samstag in Hilter stattfand. Foto: Carolin HlawatschKontakte knüpfen, sich austauschen und wertvolle Anregungen sammeln konnten die Teilnehmer beim ersten Besuchsdienst-Tag des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte, der am Samstag in Hilter stattfand. Foto: Carolin Hlawatsch

Hilter. Wertvolle Impulse für die ehrenamtliche Arbeit hat am Samstag der erste Besuchsdienst-Tag des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte in Hilter geliefert. In Workshops tauschten sich Teilnehmer über Aufgaben und Herausforderungen ihres sozialen Einsatzbereichs aus.

Ehrenamtliche im kirchlichen Besuchsdienst leisten älteren, einsamen oder kranken Menschen Gesellschaft und Unterstützung. Sie besuchen sie zu Hause, im Krankenhaus oder im Seniorenheim. Außerdem begrüßen sie Neubürger und beglückwünschen Geburtstagsjubilare ebenso wie die jüngsten Gemeindemitglieder nach der Taufe. „Besuchsdienst ist einerseits Seelsorge nach außen, andererseits Persönlichkeitsentwicklung nach innen“, verdeutlichte eine der Workshop-Referentinnen, Helene Eißen-Daub vom Besuchsdienst im Haus kirchlicher Dienste Hannover.

Weiterbildung und Dankeschön

„Nah beim Menschen zu sein ist ein wichtiger Dienst der Kirche. Dabei bekommt man so viel mehr wieder, als man gibt“, weiß auch Lisa Görlich aus langjähriger Erfahrung. Als ehrenamtliche Beauftragte für Besuchsdienstarbeit im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte initiierte sie zusammen mit Freiwilligenmanagerin Cornelia Poscher den Besuchsdienst-Tag, der nicht nur Weiterbildung, sondern vor allem auch ein Dankeschön für die Ehrenamtlichen sein soll.

So stand der Tag ganz unter dem Motto „Du sollst ein Segen sein“. Denn das seien die Besuchsdienstler der Kirchengemeinde laut Superintendent Hannes Meyer-ten Toren absolut. Zudem würden sie bei ihren Einsätzen manches Mal darum gebeten, selbst einen Segen für eine andere Person zu sprechen. „Sind wir dazu überhaupt berechtigt?“, „Wann ist es ratsam jemanden zu segnen?“, „Wie geht man mit Kritik gegenüber der Kirche um?“ oder „Was muss ich in Gesprächen beachten mit Menschen, die an Demenz oder Depression leiden?“, lauteten nur einige der Fragen, auf welche die insgesamt 35 Teilnehmer in den Gesprächsrunden Antworten bekamen.

Veranstaltung im Zweijahres-Rhythmus

Dazu gehörten auch Ute Jüstel aus Holzhausen und Ingrid Schlief aus Hilter. „Bisher konnten wir viel Positives mitnehmen, das konkret in unserer weiteren Besuchsdienstarbeit Anwendung finden kann“, stellten die zwei Ehrenamtlichen zufrieden fest. Wie alle anderen Teilnehmer wählten sie aus den angebotenen fünf Workshops zwei für sie besonders interessante aus. 

Lisa Görlich, für die mit der Realisierung des Besuchsdienst-Tages ein Wunsch in Erfüllung ging, freute sich über die gute Resonanz und den Plan, ihn künftig alle zwei Jahre zu veranstalten. Die ehrenamtliche Besuchsdienstarbeit brauche die Unterstützung der Hauptamtlichen im Kirchenkreis. Nur zusammen mit ihnen könne Reflexion und Weiterentwicklung stattfinden. Die Besuchsdienstarbeit hat sich bereits in 18 der 21 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte etabliert. Alle Teams stehen vor der Herausforderung, neue Ehrenamtliche zu gewinnen, die für diese sensible Aufgabe geeignet sind. Auskunft zum Besuchsdienst gibt die Freiwilligenmanagerin des Kirchenkreises, Cornelia Poscher, Telefon 05424/804756, E-Mail cornelia.poscher@kkmgmh.de.


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