Jetzt fünf Termine im Jahr 150 Borgloher spenden regelmäßig Blut

Von Susanne Pohlmann

Zum 125. Mal spendete Heinz Hollewedde Blut. Rechts wartet Johannes Fischer darauf, dass man ihn anzapft. Manfred Hagemann (Mitte) vom DRK-Ortsverein Borgloh-Wellendorf freut sich über seine Jubiläumsspender. Foto: Susanne PohlmannZum 125. Mal spendete Heinz Hollewedde Blut. Rechts wartet Johannes Fischer darauf, dass man ihn anzapft. Manfred Hagemann (Mitte) vom DRK-Ortsverein Borgloh-Wellendorf freut sich über seine Jubiläumsspender. Foto: Susanne Pohlmann

Hilter. Auch zum Zusatztermin ließen sich die Blutspender in Borgloh nicht lange bitten. Rund 150 Spender kamen zur Oberschule, spendeten Blut und ließen sich die Stärkung danach am Buffet schmecken.

Der DRK-Ortsverein Borgloh-Wellendorf organisiert die Blutspendeaktion schon seit 1962, bislang in der Regel an vier Terminen pro Jahr. In diesem Jahr will man mal ausprobieren, ob es sich auch fünfmal lohnt, wie es andere Ortsvereine machen.

150 Spender pro Termin

Manfred Hagemann, einer der ehrenamtlichen Organisatoren, hat genau nachgezählt: Sie verzeichneten in all den Jahren rund 21.700 Blutspenden, das sind in den vergangenen Jahren im Schnitt 150 Spender pro Termin. Besonders bemerkenswert, dass immer wieder neue Spender dazukommen, wenn so manch altgedienter Spender sich wegen Erreichung der Altersgrenze (73 Jahre) zurückziehen muss.

Für eine Stärkung nach der Spende – besonders verführerisch dufteten der Grünkohl und die Mettbrötchen – sorgen die neun Frauen im Küchenteam, während die Blutabnahme von den Profis des DRK vorgenommen wird. Hagemann ist begeistert, wie modern und professionell das Rote Kreuz arbeitet: „Wir sind schon lange kein Pflasterkastenverein mehr.“

Jugendrotkreuz

Und das gibt der engagierte Ortsverein Borgloh-Wellendorf auch an den Nachwuchs im Jugendrotkreuz weiter. Die zehn Jungen zwischen 10 und 16 Jahren treffen sich alle 14 Tage und lernen, wie sie helfen können und erfahren dadurch, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.

In dieser Verantwortung sehen sich auch die zwei Blutspender, die am Montagnachmittag mit einem Präsentkorb geehrt wurden. Johannes Fischer spendete zum 50. Mal Blut, denn ihm ist es wichtig, dass er so helfen kann: „Ich hatte selbst mal einen Unfall und hätte ohne das Blut von selbstlosen Spendern nicht überlebt.“ Seither nimmt sich der 51-jährige Borgloher immer die ein bis zwei Stunden Zeit, um Blut zu spenden. Auch der Wellendorfer Heinz Hollewedde weiß, dass er mit seiner Blutspende helfen kann, und das motiviert ihn nun schon seit 40 Jahren immer wieder Blut zu spenden. Am Montag tat er das zum 125. Mal. „Für mich gehört das einfach dazu“, so der 66-Jährige. „Ich habe auch noch nie Probleme gehabt.“ Er würde auch kommen, wenn nicht ein guter Kaffee und etwas Leckeres zur Stärkung danach bereitstehen würden. Aber so kommt man mit den Organisatoren und anderen Spendern auch noch ein wenig ins Gespräch, was den Blutspendetermin in Borgloh zu einer runden Sache macht.