Premiere am 2. März Plattdeutsche Theatergruppe Borgloh probt neues Stück

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Zweimal pro Woche proben die Mitglieder der plattdeutschen Theatergruppe gegenwärtig für das neue Stück „Schützenfest in Dinkelhuesen“. Foto: Horst TroizaZweimal pro Woche proben die Mitglieder der plattdeutschen Theatergruppe gegenwärtig für das neue Stück „Schützenfest in Dinkelhuesen“. Foto: Horst Troiza

Hilter. Beim Schützenverein in Dinkelhuesen brennt die Luft. Der Vorstand hat Krach mit den Frauen im Verein, mit dem Pfarrer und dem Bauamt. Was in dieser aufgeladenen Atmosphäre alles geschieht, das zeigt der Schwank „Schützenfest in Dinkelhuesen“, der gegenwärtig von Angehörigen der plattdeutschen Theatergruppe des Heimatvereins Borgloh einstudiert wird und am 2. März Premiere feiert.

Bei der Vorstandssitzung des Schützenvereins im Hinterzimmer der Dorfkneipe geht es laut zu. Der Schützenpräsident (Thomas Böckmann) macht seinen Kollegen lauthals deutlich, dass er selbst im Sommer beim Kreisschützenfest unbedingt die Würde des Kreiskönigs erringen will. Und wenn er das will, dann muss es auch so werden. Also soll im Hinterzimmer konspirativ ein Plan ausgeheckt werden, mit dem das gelingen könnte.

Schließung droht

Aber da wird doch der Hund in Pfanne verrückt. Mit einem Mal steht der Pfarrer (Burkhard Konermann) im Raum und fordert den Vorstand auf, in Zukunft alle seine Sitzungen und Veranstaltungen zeitlich zu verschieben, wenn sie mit kirchlichen Terminen kollidieren. Ein Prüfer vom Bauamt (Guido Sieker) hat zudem klar gemacht, dass der Schießstand nicht sicher und deshalb von der amtlichen Schließung bedroht ist.

Und dann ist da auch noch die Vorsitzende der Frauenschießgruppe (Kerstin Schütte), die mit Nachdruck darauf hinweist, dass auch die Frauen in Zukunft gleichberechtigt am Adlerschießen teilnehmen wollen. Kuchenbacken und besoffene Schützen zu Hause abzuliefern ist ihnen nicht mehr genug – sie wollen mehr.

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Lokalkolorit

Diese Konstellation birgt reichlich viel Dynamit, das kann sich jeder vorstellen. Da ist aber auch jede Menge Raum für Gags und Pointen. Und somit ist das der Stoff, aus dem mitreißendes Volkstheater werden kann. Für Burkhard Konermann, den Leiter der Laienspielschar, hat der Schwank eine hohe Qualität. „Die Handlung ist klasse. Da sind herrliche Dialoge mit viel Situationskomik drin. Außerdem haben wir einiges an Borgloher Lokalkolorit aufgenommen, da wird sich der eine oder andere wiedererkennen. Schon beim Proben haben wir alle richtig viel Spaß“.

Anfang Dezember haben die elf Darsteller mit dem Lesen der Rollenbücher begonnen. Seit zwei Wochen proben sie auf der Bühne in der Aula der Oberschule. Anders als sonst sitzt im Moment nicht Heinz Meyer zu Bersten auf dem Regiestuhl und gibt Anweisungen. Das Urgestein des plattdeutschen Theaters in Borgloh hat sich einer Operation unterziehen müssen und fällt wahrscheinlich bis zur Premiere aus. An seiner Stelle hält Franz Biesenkamp die Fäden in der Hand und vertritt ihn. „Burkhard“, ruft er gerade in Richtung Konermann, „der Pfarrer muss energischer rüberkommen: Hau mal ruhig kräftig auf den Tisch“. Bei der Premiere in sechs Wochen soll schließlich alles sitzen. Mehr aus Hilter im Netz

Vorverkauf

Neben den bereits Erwähnten gehören zum Ensemble noch Wolfgang Meyer, Stephan Brockmeyer, Thomas Hagemeyer, Petra Schweer, Katharina Beermann, Annette Pope und Anne König. Für Bühne und Technik sind Laurenz Schürmeyer und Hermann Wagner zuständig, Renate Steinbrügge ist verantwortlich für die Maske und Anne Wagner souffliert. Die Premiere des von Wilhelm Behling geschriebenen Schwanks findet am 2. März um 19.30 Uhr in der Oberschule statt. Weitere Termine sind am 3. und am 10. März, Beginn ebenfalls um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 11. März, startet die letzte Aufführung um 15.30 Uhr, zuvor wird ab 13.30 Uhr Kaffee und Kuchen angeboten. Karten sind im Vorverkauf für 8 Euro, Abendkasse 9 Euro, und für Schüler und Studenten ermäßigt für 4 Euro im Salon Renate, Telefon 05409/283 zu erhalten.


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