Rumpelstilzchen als gute Fee Kinder der Waldbühne Ahmsen spielen in Glandorf und Borgloh

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Borgloh. Kinder der Waldbühne Ahmsen haben in Glandorf und Hilter-Borgloh gespielt. Für sie war das Wintertheater eine Art Trainingslager. „Auf der großen Bühne im Sommer sind es bis zu 90 Jungen und Mädchen, die mitspielen“, sagte Hans-Walter Borrmann, Leiter des Wintertheaters.

Im Winter sammeln die jungen Talente bis 25 Jahre Bühnenerfahrungen mit neuen Stücken. Seit dem dritten Advent ist die Truppe der Waldbühne Ahmsen mit dem Stück „Rumpelstilzchen“ unterwegs. Es wurde leicht abgeändert, „denn Rumpelstilzchen ist in unserem Stück nicht der Böse“, erklärte Borrmann zu Beginn der Aufführung. Am Ende sorgt der grüne Kobold mit den zotteligen Haaren selbst dafür, dass die Königin ihr Kind behalten kann. Der Kobold-König, der Rumpelstilzchen mit der Entführung beauftragt hat, schnappt sich am Ende die bösartige Tante des Königs und einen ebenso bösartigen Grafen. Eine Win-win-Situation, könnte man sagen.

Geschichte ändert sich

Am Anfang ist alles, wie man es aus dem Märchen kennt. Der Müllerssohn klaut eine goldene Kette, und um ihn vor der Polizei zu bewahren, lügt seine Schwester, dass sie das Schmuckstück aus Gold selbst gesponnen habe.

Die böse Tante wittert ihre Chance, lässt die Müllerstochter einsperren und zwingt sie, Stroh zu Gold zu spinnen. Rumpelstilzchen kommt ihr zur Hilfe, ringt ihr aber ein Versprechen ab. „Eines Tages werde ich etwas von dir haben wollen, und dann musst du es mir geben.“

Die junge Frau, inzwischen in den König verliebt, verspricht es. Das Paar heiratet, bekommt ein Kind und lässt nach Rumpelstilzchen suchen, weil das Baby den Namen des netten Kobolds bekommen soll. Der grüne Gnom will seinen Namen nicht verraten und stellt der Königin in Aussicht, dass sie ihr Kind behalten kann, wenn sie den Namen errät. „Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß“, ist wohl der bekannteste Satz aus dem Märchen, den auch der Kobold in Borgloh und Glandorf ausspricht. Dann ändert sich die Geschichte jedoch rasant. Die böse Tante will das Kind entführen und an den Koboldkönig verschachern, wenn er weiter Gold spinnt. Rumpelstilzchen und der diebische Müllerssohn kommen ihr aber zuvor, sagen den Namen, und die Königin darf ihr Baby behalten. Der Koboldkönig ist sauer und nimmt dafür die Tante und den Grafen mit. Die Kinder zeigten das Stück mit deutlicher Hingabe und bereicherten es zwischendurch mit kleinen Liedern.

Mit Hingabe

Lose Sprüche und humoristische Einlagen peppten die Aufführung auf. Schon die kleinsten Mitspieler im Alter von drei Jahren wurden eingebunden, indem sie als lustig verkleidete Hasen durch das Bild hoppelten. Ab Mai zeigt die Waldbühne in Ahmsen ihr Sommerstück. Die Darsteller bescheren dem Publikum in dieser Spielzeit einen schwungvollen, amüsant-italienischen Theater-Sommer mit dem Stück „Don Camillo und die jungen Leute“.


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